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Krieg gegen Terror : Drei Al-Qaida-Mitglieder in Marokko festgenommen

  • Aktualisiert am

Kriegsschiffe als Anschlagsziel? Bild: dpa

Drei saudische Staatsbürger wollten offenbar westliche Kriegsschiffe in der Straße von Gibraltar angreifen.

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          Die marokkanischen Sicherheitsbehörden haben nach Informationen aus hohen marokkanischen Regierungskreisen drei saudiarabische Mitglieder der extremistischen Al-Qaida-Gruppe festgenommen. In anderen Berichten, die sich auf marokkanische Geheimdienstquellen berufen, ist von fünf Festgenommenen die Rede. Sie hätten terroristische Angriffe auf amerikanische und britische Kriegsschiffe in der Straße von Gibraltar vorbereitet, verlautete am Montag aus den marokkanischen Geheimdienstquellen.

          Die Männer, die bereits am 11. Mai festgesetzt worden seien, hätten saudiarabische Pässe bei sich gehabt und seien zwischen 25 und 35 Jahre alt. „Marokkanische Sicherheitsbehörden haben ein Al-Qaida-Netzwerk aufgedeckt, das terroristische Angriffe gegen amerikanische und britische Kriegsschiffe, die die Straße von Gibraltar durchqueren, plante", hieß es in den Kreisen.

          Magazin: Informationen von gefangenen Al-Qaida-Kämpfern

          Das französische Wochenmagazin „L'Express“ berichtete am Dienstag, die Männer seien festgenommen worden, als sie Marokko verlassen wollten. Sie hätten kleine Boote mit großen Mengen an Sprengstoff beladen wollen. Diese sollten dann von Selbstmord-Terroristen in der Meerenge Gibraltar gegen vorbeifahrende Kriegsschiffe gesteuert und dort zur Explosion gebracht werden. Die Anschläge sollten von den spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla aus verübt werden.
          Die marokkanischen Behörden seien den Männern durch Informationen auf die Spur gekommen, die amerikanische Ermittler beim Verhör von gefangenen Al-Qaida-Mitgliedern im amerikanischen Militärstützpunkt Guantánamo auf Kuba erhalten hätten. Die Pläne der Gruppe waren dem Magazin zufolge schon weit fortgeschritten.

          Anschlag wie auf Kriegsschiff „Cole“ geplant

          Nach Angaben aus marokkanischen Regierungskreisen sollten die Aktionen ähnlich ablaufen wie der Anschlag auf das amerikanische Kriegsschiff „Cole“ beim Auftanken im Jemen im Jahr 2000. Damals waren 19 Seeleute getötet worden. Für den Anschlag machen die Vereinigten Staaten Al-Qaida verantwortlich.

          Die drei Männer seien in Casablanca in Haft genommen worden, nachdem sie von der Staatsanwaltschaft verhört worden seien. Die Al-Qaida-Mitglieder seien mit marokkanischen Frauen verheiratet und in der marokkanischen Gesellschaft gut eingeführt, verlautete aus den Kreisen weiter.

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