https://www.faz.net/-gpf-35yh

Krieg gegen Terror : Bush kündigt weitere Schlachten an

  • Aktualisiert am

Bush: Es gibt keine Neutralität Bild: AP

Im Afghanistan-Krieg stehen nach den Worten von US-Präsident George W. Bush noch weitere „Schlachten“ an.

          US-Präsident George W. Bush will den Anti-Terror-Kampf mit Entschlossenheit fortsetzen. Er kündigte Kämpfe über Afghanistan hinaus an, ohne konkret zu werden.

          Sechs Monate nach der Katastrophe vom 11. September appellierte Bush am Montag an alle Bündnispartner, auch über Afghanistan hinaus der „wachsenden Terror-Bedrohung“ durch nukleare, chemische und biologische Massenvernichtungswaffen entgegen zu treten. Ohne Länder beim Namen zu nennen, drohte Bush in Washington mit einer Ausweitung des Antiterrorkampfs. „Wir kämpfen in den Bergen (in Ost-Afghanistan) eine intensive Schlacht, und wir werden gewinnen. Aber es wird nicht die letzte sein, und es wird Schlachten außerhalb dieses Landes geben“, sagte Bush.

          Gleichzeitig betonte US-Vizepräsident Dick Cheney nach einem Gespräch mit dem britischen Premierminister Tony Blair in London, dass die USA entgegen jüngsten Zeitungsberichten bislang keine konkreten Entscheidungen für Militärschläge - auch nuklearer Art - gegen Staaten wie den Irak gefasst hätten.

          Wer die Bombe hat

          Ultimative Todesinstrumente

          „Menschen ohne Respekt vor dem Leben darf es niemals gestattet sein, die ultimativen Todesinstrumente zu kontrollieren“, sagte Bush bei der Gedenkveranstaltung in Washington vor mehr als 100 geladenen Botschaftern aus aller Welt und Angehörigen der Anschlags-Opfer. Bush forderte die Staaten der Welt auf, Extremisten mit Verbindungen zur militanten Al-Qaida-Organisation Usama bin Ladins keine Chance zugeben. Er erinnerte vor Kongress-Abgeordneten, Diplomaten und Angehörigen der Opfer daran, dass die USA nun auch dem Jemen, den Philippinen und Georgien bei der Bekämpfung des Terrorismus helfen, damit kein zweites Afghanistan entsteht.

          „Jeder Terrorist muss zu einem Leben als internationaler Flüchtling getrieben werden, ohne Ort, sich niederzulassen oder zu organisieren, ohne Versteck, ohne Regierungen, hinter denen er sich verstecken kann, selbst ohne sicheren Platz zum Schlafen", sagte Bush vor den 1300 Gästen. In Erinnerung an die Offensive in Afghanistan gegen die Taliban und Al-Qaida-Kämpfer fügte er hinzu: „Amerika ermutigt die Regierungen und erwartet von ihnen, dass sie helfen, die terroristischen Parasiten zu entfernen, die ihr eigenes Land und den Weltfrieden bedrohen.“

          Amerika werde seine Truppen nicht in jede Schlacht schicken, aber Amerika werde andere Nationen aktiv auf „die kommenden Schlachten“ vorbereiten. Bush nannte jedoch die Staaten Iran, Irak und Nordkorea, die er kürzlich als „Achse des Bösen“ bezeichnet hatte, diesmal nicht mit Namen. Ganz allgemein sagte er zu Verhinderung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, die Koalition gegen den Terrorismus müsse entschlossen handeln, Tatenlosigkeit komme nicht in Frage.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Thomas Cook ist pleite : Was Reisende jetzt wissen müssen

          Die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook verunsichert Tausende von Urlaubern. Geht mein Geld verloren? Wie sicher ist das Absicherungsversprechen? Die wichtigsten Fragen und Antworten für Reisende.
          Stephan E. soll den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ermordet haben.

          Geheimpapier : Falsche Angaben im Fall Lübcke?

          Der hessische Verfassungsschutz soll im Vorfeld mehr über Lübckes mutmaßlichen Mörder gewusst haben, als zunächst zugegeben wurde. Ein Geheimpapier belastet die Behörde.
          Einer für alles: Aktuelle Samsung-Fernseher haben auch die Apple-TV-App installiert.

          Video-Streaming im Überblick : Was gibt es da zu glotzen?

          Netflix, Amazon, Sky und jetzt noch Apple: Video-Streaming ersetzt immer mehr das klassische Fernsehen. Das Angebot wird vielfältiger und der Zugang komfortabler.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.