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Krieg gegen Terror : Al Qaida bekennt sich zum Anschlag von Bali

  • Aktualisiert am

Im Internet brüstet sich Al Qaida als verantwortlich Bild: AP

Das Terrornetzwerk Al Qaida hat sich nach einem Bericht des amerikanischen Fernsehsenders CNN zu dem Anschlag auf Bali bekannt.

          2 Min.

          Das Terrornetzwerk Al Qaida hat sich nach einem Bericht des amerikanischen Fernsehsenders CNN zu dem Anschlag auf Bali bekannt.

          Die Organisation habe „Nachtclubs und Bordelle“ auf Indonesien angegriffen, berichtete die Internet-Ausgabe von CNN am Donnerstag unter Berufung auf eine entsprechende Erklärung auf einer Al-Qaida-Website. Die sei schon in der Vergangenheit genutzt worden, um sich zu Anschlägen zu bekennen - etwa dem Attentat auf die Synagoge auf Djerba und Schläge gegen zwei Schiffe im Jemen. Um welche Webseite es sich dabei handelt, meldet CNN nicht.

          Al Qaida brüste sich damit, gezeigt zu haben, das die Organisation keine Skrupel habe, auch in arabischen und islamischen Ländern Anschläge zu verüben. Ausdrücklich werde verwiesen auf einen versuchten Anschlag gegen ein US-Flugzeug in Saudi-Arabien, die Bombe in einer jüdischen Synagoge in Tunsien, die Zerstörung zweier Schiffe im Jemen, den Angriff auf eine Militärbasis in Kuweit und die Bombe auf Nachklubs und Bordelle in Indonesien.

          Attentäter gefasst

          Früher am Donnerstag hatten die indonesischen Behörden nach eigenen Angaben einen der Attentäter von Bali gefasst. Ein Mann habe im Verhör gestanden, den Sprengsatz vor einem Nachtclub auf der Ferieninsel gelegt zu haben. Der Festgenommene sei der Besitzer des Lieferwagens gewesen, in dem die Bombe deponiert worden sei. Er habe den Wagen gezielt zu dem Attentat benutzt. Bei dem Anschlag waren fast 200 Menschen ums Leben gekommen.

          Der Name des Mannes wurde lediglich mit Amrozi angegeben. Er wurden nach Angaben der Polizei am Dienstag im Osten der Insel Java festgenommen. Nach seinem Geständnis suche man nun nach seinen Komplizen. Dazu werde Amrozi weiter verhört. Einem Fernsehbericht zufolge wurde der Mann in einer islamischen Internatsschule verhaftet. Er soll dort jedoch nicht studiert haben.

          Presse: Anschlag in Thailand geplant

          Der Anschlag wurde einem Pressebericht zufolge von Thailand aus geplant. Der für Südostasien zuständige Chef der indonesischen Extremistengruppe Jemaah Islamiyah, Riduan Isamudinn alias Hambali, habe im Januar auf einer Konferenz in Südthailand zu Anschlägen auf Restaurants und Diskotheken aufgerufen, berichtete die Zeitung „Asian Wall Street“ am Donnerstag unter Berufung auf asiatische Geheimdienstmitarbeiter. Thailands Ministerpräsident Thaksin Shinawatra wies den Zeitungsbericht als spekulativ zurück. Es gebe keine Erkenntnisse über ein Treffen in Thailand. Der Zeitung zufolge hat die Organisation Al Qaida von Usama bin Ladin, zu der Jemaah Islamiyah enge Verbindungen hält, Südostasien bereits unter Kontrolle. Die Organisation nutze die durchlässigen Grenzen der Region und die Möglichkeit Hambalis, unerkannt zu reisen, obwohl er als einer der meist gesuchten Männer der Welt gelte.

          Der Bericht gibt erstmals einen Hinweis auf Thailand als Treffpunkt für islamische Extremisten. Im Süden Thailands lebt die Mehrheit der fünf Prozent Moslems des Königreichs. Nach jahrzehntelangen Unabhängigkeitskämpfen hatten die Rebellen sich jedoch zuletzt zurückgehalten.

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