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AKK nach Greenpeace-Aktion : „So ein C leihen wir gerne mal aus“

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„Schadet Greenpeace nix“: Annegret Kramp-Karrenbauer reagiert auf die C-Demontage von Greenepeace. Bild: dpa

Greenpeace entfernt in Berlin ein „C“ der CDU und schickt es auf Reisen, um gegen die Klimapolitik der Partei zu protestieren. Die Parteivorsitzende reagiert mit Humor.

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          Die CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Diebstahl des Buchstabens C aus einem Parteilogo in Berlin mit Humor gekontert. „So ein C für Christlichkeit und Nachhaltigkeit kann auch Greenpeace nix schaden, leihen wir also gerne für kurze Zeit einmal aus“, sagte die Vorsitzende am Donnerstag bei einer Hallenbesichtigung vor Beginn des CDU-Bundesparteitages in Leipzig. Zuvor hatte sie auf der Parteitagsbühne das C im leuchtenden CDU-Schriftzug besonders sorgfältig inspiziert. „Sie sehen, das Original C steht hier. Da gehört’s auch hin“, sagte Kramp-Karrenbauer.

          Greenpeace-Aktivisten entfernten am Donnerstagmorgen das C aus einem Logo am Konrad-Adenauer-Haus in Berlin, wie die Umweltschutzorganisation mitteilte. Das verbleibende „DU“ ergänzten die Aktivisten mit einem Banner, so dass an der Glasfassade stand: „Du sollst das Klima schützen“.

          Greenpeace könne von der CDU durchaus was lernen, sagte Kramp-Karrenbauer: „Du sollst das Klima schützen. Aber Du sollst auch Deine Wirtschaft stark halten, damit Du das Geld erwirtschaftest, damit Du guten Klimaschutz machen kannst. Wir können übrigens beides.“

          Greenpeace wolle mit der Aktion gegen die „desaströse Klimapolitik“ der Partei protestieren, teilte die Organisation mit. „Die CDU muss zum C in ihrem Namen stehen (...).“ Das „C“ in der CDU steht für „Christlich“. Die Partei gebe vor, die Schöpfung schützen zu wollen, bleibe aber die dazu nötigen Maßnahmen schuldig, kritisierte Greenpeace. „Das C geht jetzt auf Reise“, sagte eine Greenpeace-Sprecherin. Wohin wollte sie nicht verraten, nur dass der Buchstabe an drei Orten innerhalb Deutschlands auftauchen solle.

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