https://www.faz.net/-gpf-9h9hd

Kampf um CDU-Vorsitz : Kramp-Karrenbauer für harte Migrationspolitik

  • Aktualisiert am

Für eine harte Migrationspolitik: Annegret Krmap-Karrenbauer am Samstag in Leipzig Bild: EPA

In der Migrationspolitik fehle eine konsistente Erklärung des Handelns, bemängelt Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie trete unter anderem für Transitzentren und schnelle Rückführungen ein, sagt sie.

          Die Kandidatin um den CDU-Vorsitz, Annegret Kramp-Karrenbauer, will eine harte Linie in der Migrationspolitik vertreten und das Thema zur Chefsache zu machen. „Wir brauchen ein intelligentes Grenzregime: Transitzentren, Schleierfahndung, bilaterale Abkommen zur schnellen Rückführung“, sagte Kramp-Karrenbauer dem „Münchner Merkur“. Sie stehe „für den Beweis in der Politik, das umzusetzen“.

          Die 56 Jahre alte Politikerin kündigte an, nicht in allen Punkten die Linie ihrer Vorgängerin fortzusetzen. „Ich habe Angela Merkel viel zu verdanken, manches verbindet uns. Wir haben aber in einigen Punkten unterschiedliche Ansichten.“ Unter anderem fehle in der Migrationspolitik eine konsistente Erklärung des Handelns.

          Zudem forderte Kramp-Karrenbauer, die Breite der CDU müsse sichtbarer werden. „Wir haben nicht mehr so klar erkennbar wie Anfang der achtziger für jeden Flügel einen Charakterkopf. Daran müssen wir arbeiten. Das muss man fördern und zulassen“, sagte die bisherige CDU-Generalsekretärin.

          Kramp-Karrenbauer stellt sich am Freitag beim Parteitag in Hamburg zur Wahl als CDU-Vorsitzende, sie liegt in Umfragen knapp vor ihrem Konkurrenten Friedrich Merz und weit vor Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

          Weitere Themen

          Conway sorgt für nächsten Eklat Video-Seite öffnen

          Trump-Beraterin : Conway sorgt für nächsten Eklat

          Die Seniorberaterin des Weißen Hauses, Kellyanne Conway, verteidigt den amerikanischen Präsidenten auf denkwürdige Weise. Während einer Pressekonferenz fragt sie einen der Reporter nach seiner ethnischen Herkunft, um Trumps Äußerungen zu verteidigen.

          Topmeldungen

          Missbrauchsfall Lügde : Angeklagter zu Bewährungsstrafe verurteilt

          Der Mann soll nicht direkt an dem Missbrauch beteiligt gewesen sein, sondern per Webcam zugeschaltet. Ein Gutachter hatte ihn für voll schuldfähig erklärt. Die Vorsitzende Richterin nannte die Taten „schäbig und menschenverachtend“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.