https://www.faz.net/-gpf-7mlyn

Krach in der Koalition : Vertrauensabbau

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Oppermann nennt sich „Stabilitätsanker“ des Bündnisses mit der Union. Dafür muss er sich ziemlich oft korrigieren.

          Für einen „Stabilitätsanker“ der Koalition, als den sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Oppermann ausgibt, hat er sich im Fall Edathy zweimal zu oft korrigieren müssen. Erst musste er seine Darstellung widerrufen, BKA-Präsident Ziercke habe in jenem Telefongespräch, das schnell an die Grenzen freundlicher Kommunikation gestoßen sein soll, die Informationen bestätigt, die Oppermann preisgab. Dann kam Friedrich mit einer etwas anderen Version auf den Markt, wie die „Abstimmung“ über Oppermanns Presseerklärung verlief, die den CSU-Mann das Amt kostete. Nun musste Oppermann die Behauptung zurücknehmen, diese Erklärung sei auch dem anderen Stabilitätsanker, also dem Vorsitzenden der Unionsfraktion Kauder, vorab zugegangen. Schuld war diesmal ein „Büroversehen“. Kauder sah sich dennoch dazu genötigt, öffentlich erklären zu lassen, dass Oppermanns ursprüngliche Darstellung nicht zutreffe. Merkel, Gabriel und Seehofer fordern, dass neues Vertrauen zwischen den Koalitionspartnern gebildet werden müsse. Oppermann aber ist noch immer dabei, Vertrauen abzubauen.

          Topmeldungen

          Massentourismus vom Wasser kommend: Zwei Kreuzfahrtschiffen liegen im Geirangerfjord.

          Umstrittene Kreuzfahrtschiffe : Norwegen macht die Fjorde langsam dicht

          Es ist ein Geldsegen und ein Öko-Fluch: Seit kurzem gelten in fünf norwegischen Fjorden für Kreuzfahrtschiffe strenge Umweltauflagen, die die Luftverschmutzung begrenzen sollen. Glücklich sind die Menschen in der Urlauberhochburg Geiranger damit nicht.
          Kanzlerin Angela Merkel stellt mit ihrem Klimakabinett die Ergebnisse eines Kompromisses zum Klimapaket vor.

          Klimakabinett : Das deutsche Klima-Experiment

          Deutschland allein kann das Klima nicht retten. Aber andere Länder schauen genau darauf, wie Kanzlerin Merkel versucht, die Emissionen zu senken. Kann Deutschland Vorbild sein oder muss es über den Ärmelkanal schauen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.