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Krach in der Koalition : Vertrauensabbau

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Oppermann nennt sich „Stabilitätsanker“ des Bündnisses mit der Union. Dafür muss er sich ziemlich oft korrigieren.

          Für einen „Stabilitätsanker“ der Koalition, als den sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Oppermann ausgibt, hat er sich im Fall Edathy zweimal zu oft korrigieren müssen. Erst musste er seine Darstellung widerrufen, BKA-Präsident Ziercke habe in jenem Telefongespräch, das schnell an die Grenzen freundlicher Kommunikation gestoßen sein soll, die Informationen bestätigt, die Oppermann preisgab. Dann kam Friedrich mit einer etwas anderen Version auf den Markt, wie die „Abstimmung“ über Oppermanns Presseerklärung verlief, die den CSU-Mann das Amt kostete. Nun musste Oppermann die Behauptung zurücknehmen, diese Erklärung sei auch dem anderen Stabilitätsanker, also dem Vorsitzenden der Unionsfraktion Kauder, vorab zugegangen. Schuld war diesmal ein „Büroversehen“. Kauder sah sich dennoch dazu genötigt, öffentlich erklären zu lassen, dass Oppermanns ursprüngliche Darstellung nicht zutreffe. Merkel, Gabriel und Seehofer fordern, dass neues Vertrauen zwischen den Koalitionspartnern gebildet werden müsse. Oppermann aber ist noch immer dabei, Vertrauen abzubauen.

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