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Korruptionsskandal in der Türkei : Hunderte weitere Polizisten von Posten enthoben

  • Aktualisiert am

Der Korruptionsskandal in der Türkei zieht weitere Kreise: Wieder geht eine Versetzungswelle durch den Polizeiapparat. 800 weitere Beamte sollen die Posten wechseln.

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          Im Korruptionsskandal in der Türkei sind nach Medienberichten rund 800 weitere Polizisten ihrer Posten enthoben worden. Allein in der Hauptstadt Ankara müssten mehr als 500 Polizisten neue Aufgaben übernehmen, meldeten türkische Medien. Die entsprechende Anordnung sei am Donnerstag ergangen.

          Bereits vor der jüngsten Welle hatte die türkische Regierung Hunderte Polizisten und Staatsanwälte versetzt. Erst am Mittwoch war unter anderen der Istanbuler Staatsanwalt von seinen Aufgaben abgezogen worden, der die Razzien und Festnahmen am 17. Dezember angeordnet hatte, mit denen die Korruptionsermittlungen öffentlich wurden.

          Die Korruptionsaffäre führte bislang zum Rücktritt von vier Ministern. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sieht in den Ermittlungen eine Verschwörung mit dem Ziel, ihn zu stürzen. Einen Gesetzentwurf, mit dem die Justiz in ihren Befugnissen beschnitten werden sollte, legte die Regierung nach Protesten der EU weitgehend auf Eis. Erdogan verdächtigt den einflussreichen Prediger Fethullah Gülen, in Polizei und Justiz einen „Staat im Staate“ mit seinen Anhängern aufgebaut zu haben. Der in den Vereinigten Staaten lebende Geistliche weist das zurück.

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