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Konfrontation in der Ostsee : Moskaus Kriegsspiele

Der Westen muss besonnen auf Putins Säbelrasseln reagieren, aber nicht mit Zähneklappern.

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          Es ist nicht das erste Mal seit der Kuba-Krise, dass russische und amerikanische Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe sich so nahe kamen wie jetzt in der Ostsee. Auch amerikanische Piloten führten in der Vergangenheit den Russen schon vor, wie schnell und tief sie fliegen können. Doch hinter Moskaus Kriegsspielereien steckt nicht nur militärischer Machismo, sondern auch machtpolitisches Kalkül.

          Mit den Bomberpatrouillen im Atlantik wie auch dem Einsatz in Syrien teilte Putin Obama und der Nato mit, dass Russland sich auch militärisch nicht mehr mit dem Status einer „Regionalmacht“ begnüge. Die russischen Scheinangriffe in der Ostsee sagen den Amerikanern: Das ist unser Teich. Risikolos sind diese in Unterschallgeschwindigkeit überbrachten Signale freilich nicht.

          Doch auch darin steckt eine Botschaft, nämlich die, dass Putin die Gefahr eines Zusammenstoßes in Kauf nimmt, um seine Macht und seine Ansprüche zu demonstrieren. Die Nato muss und wird darauf besonnen reagieren. Doch darf Putin dabei keinesfalls den Eindruck gewinnen, sein Säbelrasseln führe im Westen zu Zähneklappern.

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