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Konflikt mit Amerika : Iranische Nadelstiche

Demonstranten verhöhnen in Irans Hauptstadt Teheran den amerikanischen Präsidenten. Bild: AFP

Bislang geht das Kalkül der Revolutionsgarden auf. Trump poltert lediglich und droht mit dem „offiziellen Ende Irans“. Die Gefahr einer Eskalation aber bleibt bestehen.

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          Die Liste der iranischen Nadelstiche setzt sich mit dem Raketeneinschlag nahe der amerikanischen Botschaft in Bagdad fort. Zuvor hatten iranische Einheiten Öltanker außerhalb der Meerenge von Hormuz angegriffen, und eine Kampfdrohne beschädigte eine saudische Ölanlage. In keinem Fall war es zu größeren Schäden gekommen. Vielmehr wollten die iranischen Angreifer – offenbar die Revolutionsgarden – gegen Amerikaner und Saudis mit kleineren Schlägen sticheln. So war es auch mit der Rakete, die in der Nacht zum Montag auf Bagdads „Grüne Zone“ abgefeuert wurde.

          Die Nadelstiche sollen groß genug sein, um den amerikanischen Präsidenten in Rage zu bringen, aber so klein bleiben, dass sie einen amerikanischen Militärschlag nicht rechtfertigen würden. Bislang geht das Kalkül der Revolutionsgarden auf. Trump poltert lediglich und droht mit dem „offiziellen Ende Irans“. Die Gefahr einer Eskalation aber bleibt bestehen. Denn auf Dauer lässt sich der Präsident nicht vorführen. Irgendwann müssen auf seine Tweets Taten folgen, will er glaubhaft bleiben.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

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