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Andreas Ross (anr.)

Aufgeheizte Stimmung in der EU : Europa hat die Klimawahl

  • -Aktualisiert am

Auch am Freitag gingen wieder Hunderte Demonstranten in Hamburg für die „Fridays for Future“-Bewegung auf die Straße. Bild: dpa

Europas Rechtspopulisten wittern eine „Klima-Hysterie“ und konnten damit schon vielerorts punkten. Wer diese Stimmung eindämmen will, braucht keine Untergangsszenarien – sondern plausible Konzepte für eine andere Zukunft.

          Die Schülerbewegung „Fridays for Future“ will in zwei Wochen europaweit unter dem Motto „Europawahl ist Klimawahl“ demonstrieren. Der Aufruf ist nicht verkehrt: Das Europäische Parlament wird in den nächsten fünf Jahren Schauplatz wichtiger klimapolitischer Debatten sein. Schließlich gibt es kein Problem, das lauter danach schreit, grenzüberschreitend angepackt zu werden.

          Den Satz, dass Europawahlen Klimawahlen seien, würden allerdings auch viele Rechtspopulisten unterschreiben. Sie wittern eine „Klima-Hysterie“ und konnten mit beißender Kritik daran schon in mehreren EU-Ländern punkten. Das Thema ist wie gemacht für Parteien, die gegen elitäre Wissenschaft zu Felde ziehen, Multilateralismus ablehnen und Politiker als ideologische Traumtänzer bar jeden „gesunden Menschenverstands“ abqualifizieren. Auch, aber nicht nur hartgesottene „Klima-Leugner“ erklären es für albern, dass sich ausgerechnet das „kleine“ Europa so große Kosten aufbürden wolle. Wer diese Stimmung eindämmen will, braucht nicht Untergangsszenarien, sondern plausible Konzepte für eine andere Zukunft.

          Andreas Ross

          Redakteur in der Politik.

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