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Gedenkfeier am D-Day : In Freiheit zusammen

Zahlreiche Staatsoberhäupter und Regierungschefs erinnerten am Mittwoch an den D-Day. Bild: AFP

Es war angemessen, am Tag der Erinnerung darauf hinzuweisen, wie wichtig Zusammenhalt und Zusammenarbeit der Mitglieder dieser Gemeinschaft sind. Das alles ist nicht mehr selbstverständlich.

          Die Zeremonie war bewegend, auch die schlichten Worte von Königin Elisabeth waren bewegend, als sie den anwesenden Veteranen der Landung der Alliierten in der Normandie im Namen der freien Welt dankte und ihren Mut und ihre Opferbereitschaft bei der Verteidigung der Freiheit würdigte. 75 Jahre ist die „Invasion“ jetzt her. Und heute wird die Teilnahme einer deutschen Bundeskanzlerin an den Gedenkfeiern weder als unpassend noch als ungewöhnlich empfunden.

          Der damalige Bundeskanzler Schröder nannte seine Einladung zu den Gedenkfeiern 2004 eine „unglaubliche historische Geste“ Präsident Chiracs; Angela Merkel verglich zehn Jahre später ihre Teilnahme mit einem Wunder. Aus Kriegsgegnern wurden Partner; Deutschland ist in der westlichen Gemeinschaft der Demokratien fest verankert.

          Es war angemessen, am Tag der Erinnerung, dezent und direkt, darauf hinzuweisen, wie wichtig Zusammenhalt und Zusammenarbeit der Mitglieder dieser Gemeinschaft sind – und wie wichtig das Bündnis mit Amerika. Das alles ist nicht mehr selbstverständlich, es ist gefährdet, von außen und sogar von innen.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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