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EMA empfiehlt Astra-Zeneca : Jetzt muss der Impfschub kommen

  • -Aktualisiert am

Lebenstettender Piks: Die Impfung mit Astra-Zeneca kann weitergehen. Bild: AFP

Aufatmen an der Impffront. Nach dem positiven Votum der EU-Arzneimittelbehörde für Astra-Zeneca müssen Bund und Länder bei ihrem Impfgipfel auf das Tempo drücken.

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          Die WHO hatte mit ihrem Votum für eine Weiterverwendung des in Deutschland und anderen EU-Staaten vorsorglich aus dem Verkehr gezogenen Impfstoffs von Astra-Zeneca schon am Vortag ein wichtiges Signal gesendet: Der medizinische Nutzen des Präparats zur Vermeidung vieler Covid-19-Krankheits- und -Todesfälle überwiege bei weitem das Risiko einer schweren bis tödlichen Nebenwirkung.

          Dieser Auffassung der Weltgesundheitsorganisation konnte und wollte die EU-Arzneimittelbehörde Ema nicht widersprechen. Auch wenn die Zulassung nun mit einem ausführlichen Warnhinweis auf mögliche Risiken empfohlen wurde. Wichtig zur Vertrauensbildung einer ohnehin verunsicherten Bevölkerung ist dabei, dass auch die Vertreter des deutschen Paul-Ehrlich-Instituts diese Einschätzung mittragen, dass kein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Blutgerinnsel im Gehirn bestehe.

          Mit der positiven Ema-Empfehlung zugunsten von Astra-Zeneca nimmt auch die Impfkampagne nach vier Tagen der Ungewissheit hoffentlich an Fahrt auf. Vor allem die im Fall eines dauerhaften Impfstopps obsolet gewordene Einbindung der Hausärzte für den versprochenen Impfschub im April scheint wieder möglich. Der auf Freitag verschobene Impfgipfel bekommt nun eine Grundlage, um diesen Schub endlich auszulösen. Sonst ist der von der Politik in Aussicht gestellte sichere Sommerurlaub mit Impfausweis eine Fata Morgana.

          Thomas Holl
          Redakteur in der Politik.

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