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Brexit-Chaos : Verlängerung mit Schrecken?

Premierminister Boris Johnson Bild: Reuters

Eigentlich wollte Boris Johnson keine Verschiebung des Brexits, doch diese Kröte muss er nun schlucken. Ein ungeordneter Austritt ist damit aber nicht abgewendet.

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          Zu einem ungeordneten Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union zum Monatsende wird es (aller Voraussicht nach) nicht kommen. Die EU bietet London an, den Austrittstermin abermals zu verschieben, bis zum 31. Januar nächsten Jahres; sollte das Abkommen, das die Regierung Johnson mit der EU geschlossen hat, früher ratifiziert werden, könnte das Königreich die EU schon früher verlassen.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Bekanntlich wollte Premierminister Johnson partout keine abermalige Verschiebung, aber diese Kröte muss er schlucken – seine Priorität ist jetzt die Neuwahl des Unterhauses im Dezember. Es ist vernünftig, dass die EU abermals eine Fristverlängerung gewährt, selbst wenn das mit neuen Unsicherheiten verbunden und die Geduld vieler erschöpft ist. Doch was hätte es gebracht, hätten sich Londons Partner stur gestellt?

          Es ist ein großer Irrtum zu glauben, ein Ende mit Schrecken – ein ungeordneter Austritt – sei allemal besser als ein Schrecken ohne Ende, also ein Aufschieben des Austritts. Verließe das Königreich die EU ohne Deal, dann, ja dann nähme der Schrecken wirklich kein Ende.

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