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Rassismus in Wächtersbach : Den Anfängen wehren

Ein Einschussloch ist an der Fassade einer Fabrikhalle in der Industriestraße in Wächtersbach zu sehen. Bild: dpa

Wer verhindern will, dass es auf den Straßen zugeht wie in den Gewaltphantasien im Netz, muss dem Hass schon dort in den Arm fallen.

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          Im Fall des Afrikaners, der im hessischen Wächtersbach angeschossen und lebensgefährlich verletzt wurde, geht die Staatsanwaltschaft von einem fremdenfeindlichen Motiv aus. Der mutmaßliche Täter, der nicht polizeibekannt war, richtete sich nach der Tat selbst.

          Ob der von ihm hinterlassene Abschiedsbrief oder andere Hinweise belegen können, was den Mann dazu brachte, mitten in Deutschland auf die Jagd nach einem Ausländer zu gehen, ist noch nicht bekannt. Der Fall wäre ein Fanal, wenn sich bewahrheitete, was den ersten Ermittlungen nach zu befürchten ist: dass Hass und Hetze den Täter zur Waffe greifen ließen. Dann wäre abermals die Saat aufgegangen, die von den Hassern und Hetzern im Netz und anderswo gesät wird.

          Zu lange hat man diese Schreibtischtäter ihr Gift verspritzen lassen; zu lange hieß es, den im Netz verbreiteten Schmutz müsse man ertragen. Doch weder muss „man“ (Politiker, Journalisten, alle) das, noch darf man es. Wer verhindern will, dass es auf den Straßen so zugeht wie in den Gewaltphantasien im Netz, der muss dem Hass schon dort in den Arm fallen.

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