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Kommentar zu Tepco : Immerhin ein Plan

Bild: reuters

Was der japanische Kraftwerksbetreiber Tepco in Fukushima bisher anpackte, wirkte allenfalls improvisiert. Nun gibt es zumindest einen Plan, doch den großen Worten müssen endlich großen Taten folgen.

          Nachrichten, die auch für Laien erhellend gewesen wären, hat man seit dem 11. März vom japanischen Kernkraftwerksbetreiber Tepco nicht gehört. Alles wirkte bestenfalls improvisiert. Das war womöglich den dramatischen, sich ständig verändernden Umständen im Kraftwerk Fukushima geschuldet. Nun allerdings scheint das Unternehmen zumindest einen Plan zu haben, wie es weiter vorgehen will. Das ist erst einmal eine gute Nachricht.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

          Ein Plan ist allerdings das mindeste, was man von einem Unternehmen erwarten muss, das für sich in Anspruch nimmt, die Technik, mit der es arbeitet, auch im Griff zu haben. Tepco täte gut daran, sich bei der Ausführung seiner Pläne allergrößte Mühe zu geben. Noch bewegt sich der Volkszorn in überschaubarem Rahmen. Aber wenn der Kraftwerksbetreiber, durchaus in Fortsetzung einer unseligen Tradition, den großen Worten diesmal keine großen Taten folgen lässt, kann sich das schnell ändern. In diesem Fall könnte auch die Regierung, die gezwungenermaßen mit Tepco in einem Boot sitzt, irreparabel Schaden nehmen.

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