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Kretschmann macht weiter : Das Maß der Grünen

„Selbstverständlich kann man das Alter thematisieren. Ob es klug ist, ist eine andere Frage“ - Winfried Kretschmann am Donnerstag in Stuttgart. Bild: dpa

Mit Winfried Kretschmann an der Spitze gehen die Grünen in Baden-Württemberg das geringste Risiko ein. Das heißt auch: In der CDU knirschen sie mit den Zähnen.

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          Mit seiner ungebrochenen Leidenschaft erklärt Winfried Kretschmann, dass er zur nächsten Landtagswahl noch einmal antreten wird. Das allein wird aber nicht der Grund sein, warum er es noch einmal wissen will. Pflichtgefühl wird wohl auch hinzukommen. Denn ohne Kretschmann hätten die Grünen Mühe, ihre nach wie vor außergewöhnliche Stärke in Baden-Württemberg zu halten. Das heißt auch: Es gibt noch niemanden in der Landespartei, der ihn ersetzen könnte.

          Cem Özdemirs Entscheidung, den Fraktionsvorsitz in Berlin anzustreben, deutete darauf hin, dass er nicht der Auserkorene ist oder sein will. Andere Kandidaten wie die Oberbürgermeister Boris Palmer (Tübingen), Fritz Kuhn (Stuttgart) oder Dieter Salomon (ehemals Freiburg) sind entweder in der Partei umstritten oder waren, wie Salomon, zuletzt auf der Verliererstraße.

          Kretschmann dagegen ist immer noch derjenige Grüne, der den Aufschwung im Bund vorweggenommen und dadurch Maßstäbe gesetzt hat. Mit ihm gehen die Grünen das geringste Risiko ein. Mit anderen Worten: In der CDU knirschen sie mit den Zähnen.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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