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Trump-Kommentar : Spalte und herrsche

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Das Problem mit Donald Trump ist weniger, dass ihm partout keine würdigen Worte für den verstorbenen John McCain über die Lippen kommen. Es ist viel größer.

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          Das Problem mit Donald Trump ist weniger, dass ihm partout keine würdigen Worte für den verstorbenen John McCain über die Lippen kommen. Was auch immer der Republikaner im Weißen Haus nun Freundliches über einen der beeindruckendsten Republikaner aus dem Kongress sagen könnte, es würde sofort als verlogen entlarvt. Das Problem mit Trump ist viel größer: Er hat die Präsidentschaft so umgeformt, dass für überparteilich Verbindendes kein Raum bleibt.

          Auch Trumps Vorgänger waren nicht zimperlich, als sie ihre jeweilige Agenda durchsetzten. Doch Barack Obama und selbst George W. Bush gingen nie so weit, ihre Haltung zur einzig legitimen Meinung, Abweichler also zu Volksfeinden zu erklären. Deshalb konnten sie in Schicksalsstunden der Nation Trost spenden oder eben den Patriotismus auch ideologischer Antipoden rühmen. Dass ungezählte Wutbürger in beiden politischen Lagern solchen Anstand nicht vermissen, zeigt sich im Internet: Hemmungslos wird auf den verstorbenen Senator eingedroschen. Trump ist somit nicht allein – aber in denkbar schlechter Gesellschaft.

          Andreas Ross
          Verantwortlicher Redakteur für Nachrichten und Politik Online.

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