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Bidens Außenpolitik : Neues Kapitel mit Amerika

Ein transatlantisches Team: Joe Biden und Antony Blinken (Archivbild von 2013) Bild: Reuters

Dank Donald Trump hat sich das deutsch-amerikanische Verhältnis drastisch verschlechtert. Unter seinem Nachfolger Biden besteht Anlass zur Hoffnung, dass Amerika wieder ein verlässlicher Partner wird. Sein außenpolitisches Team steht dafür.

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          Der Ausgangspunkt ist betrüblich, doch besteht die begründete Aussicht auf Besserung: Mehr als drei Viertel der Deutschen halten das deutsch-amerikanische Verhältnis für schlecht; seit Beginn der Amtszeit Präsident Donald Trumps ist es den Bach heruntergegangen.

          Dessen Dauerfeuer und Wutausbrüche gegen Deutschland und die deutsche Politik – vom bilateralen Handel bis zu Nord Stream 2 – haben den Regierungsalltag getrübt, ordnungspolitische Prämissen Deutschlands demoliert und das Meinungsbild der Deutschen nachhaltig beeinflusst: Die sehen auf vielen Feldern in Amerika keinen Partner mehr. Das aber ist nicht das Ende der Geschichte einer Partnerschaft, der Deutschland viel zu verdanken hat.

          Ende der Erpressung

          Es besteht nämlich die große Chance, dass unter Präsident Joe Biden ein neues Kapitel aufgeschlagen wird. Schließlich will der die Vereinigten Staaten wieder als guter, vertrauenswürdiger Verbündeter zurück ins Spiel bringen; den Wert von Allianzen muss man ihm nicht beibringen, schon gar nicht in geopolitisch aufgewühlten Zeiten wie diesen, in denen die Demokratien an vielen Stellen unter Druck geraten. Schließlich gibt es auch hierzulande den Wunsch nach enger Partnerschaft mit Amerika, nicht zuletzt dann, wenn Russland und China die Alternativen sind.

          Die Leute, die Biden mit der Außen- und Sicherheitspolitik betraut, geben Anlass zur Hoffnung auf Verlässlichkeit und Berechenbarkeit. Die werden nicht erpressen, beleidigen und pöbeln, um Kontroversen zu „lösen“.

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