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Abzug von Diplomaten : Schauplatz Irak

  • -Aktualisiert am

Der amerikanische Außenminister, Mike Pompeo, am 7. Mai 2019 auf Überraschungsbesuch im Irak Bild: dpa

Bislang sind die Iraner nicht an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Trumps Kalkül ist nicht aufgegangen. Wieder einmal, wie die Situation im Irak zeigt.

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          Was am Golf vor sich geht, ist im Einzelnen schwer zu durchschauen. Es wird aber schon einen guten Grund haben, dass die Amerikaner Diplomaten aus dem Irak abziehen und die Bundeswehr ihre Aktivitäten in dem Land ruhen lässt.

          Sollte sich die iranische Führung, oder besser gesagt, sollten sich die Hardliner in dieser Führung für eine Strategie von Kommandoaktionen entscheiden, dann ließe sich das im Irak besonders gut umsetzen; Iran hat viel Einfluss in seinem Nachbarland.

          Dass es so weit gekommen ist, zeigt wieder einmal, wie wenig Trump mit seiner Immer-feste-druff-Politik erreicht. An den Verhandlungstisch, wohin er sie angeblich zwingen will, sind die Iraner nicht zurückgekehrt. Stattdessen scheint es möglich zu sein, dass sie sich auf eine Politik der gezielten Nadelstiche gegen amerikanische und saudische Interessen verlegen – worauf Trump sich eine größere militärische Antwort aus innenpolitischen Gründen kaum leisten könnte.

          Anderswo sieht es nicht besser aus: In Venezuela haben sich die Russen festgesetzt, Nordkorea feuert wieder Raketen ab, China schlägt im Handelsstreit zurück.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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