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Kommentar : Trumps Gegenleistung

Donald Trump und Kim Jong-un am Mittwoch in Hanoi Bild: AP

Amerika und Südkorea wollen auf Großmanöver verzichten. Das zeigt, dass der Gipfel zwischen Trump und Kim nicht rundum „gescheitert“ ist.

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          Dass Donald Trump nach seinem ersten Treffen mit Kim Jong-un im vorigen Juni die amerikanisch-südkoreanischen Militärmanöver als überteuerte „Kriegsspiele“ und Provokation abtat, war töricht – genauso wie sein damaliges Fazit, er habe das Nordkorea-Problem „gelöst“.

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten.

          Sowohl das Pentagon als auch die Regierung in Seoul wurden von der Geste des Präsidenten an den Diktator seinerzeit kalt erwischt. Das ist diesmal anders. Die Verteidigungsministerien beider Länder kündigten gemeinsam an, Großmanöver durch kleinere Übungen zu ersetzen, „um Spannungen abzubauen und diplomatische Bemühungen zu unterstützen“.

          Das wirkt nicht wie eine überproportionale Gegenleistung für Kims angebliche Zusage, weiterhin von Atom- und Raketentests abzusehen. Es deutet vielmehr darauf hin, dass der zweite Trump-Kim-Gipfel tatsächlich nicht rundum „gescheitert“ ist, selbst wenn es keinen dramatischen Durchbruch zur atomaren Abrüstung gab. Ohne gemeinsame Gipfelerklärung muss die Welt Trumps Wort dafür nehmen. Dass das vielen schwerfällt, hat er sich selbst eingebrockt.

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