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Kommentar : Stagnation

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Allzu hoch waren die Erwartungen an das für diesen Dienstag geplante Gipfeltreffen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon und dem Präsidenten der Palästinenser, Mahmud Abbas, ohnehin nicht gewesen. Nun wurde es auf Ende des Monats verschoben.

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          Allzu hoch waren die Erwartungen an das für diesen Dienstag geplante Gipfeltreffen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon und dem Präsidenten der Palästinenser, Mahmud Abbas, ohnehin nicht gewesen. Nun wurde es auf Ende des Monats verschoben.

          Die diplomatischen Floskeln - etwa, man habe sich noch nicht gründlich genug vorbereitet - können kaum verschleiern, daß es Punkte gibt, über die so rasch keine Einigung erzielt werden kann. Dazu gehört auch, daß die Palästinenser Gefangene aus den Händen der Israelis zurückhaben wollen, die, wie die Formulierung der Regierung Scharon immer lautet, "Blut an den Händen haben". Über andere Schritte wäre man vielleicht etwas leichter zu einer Einigung gekommen.

          Auf palästinensischer Seite will man weitere Siedlungen geräumt sehen und mehr Territorium kontrollieren als bisher; doch sollte man in Ramallah auch in Rechnung stellen, welche Schwierigkeiten der soeben erst vollzogene Rückzug Israels aus dem gesamten Gazastreifen dem Ministerpräsidenten Scharon eingetragen hat. Insgesamt sieht es leider nach Stagnation aus, nachdem noch vor einigen Wochen Optimismus geherrscht hatte.

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