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Kommentar : Sarkozys Zaubertrank

  • -Aktualisiert am

Erstmals liegt die Zustimmung für den französischen Präsidenten bei unter 50 Prozent. Das macht es ihm nicht leichter, kommende Sozialkonflikte durchzustehen. Einen politökonomischen Zaubertrank gegen diese Entwicklung hat Sarkozy noch nicht gefunden.

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          In der politischen Kalkulation Präsident Sarkozys war die Wirtschaftsentwicklung als Konstante gesetzt: Das kräftige Wachstum sollte die Kaufkraft der Franzosen stärken und damit neue Zuversicht im Land schaffen. So ist es nicht gekommen, auch wegen äußerer Einflüsse - Stichwort Bankenkrise -, auf welche die Politik keinen Einfluss hat.

          Doch das Problem wird dringlich: Erstmals ist die Zustimmung für den neuen Präsidenten unter 50 Prozent gefallen, und das macht es ihm nicht leichter, kommende Sozialkonflikte - der Eisenbahnerstreik war vermutlich nur ein Auftakt - durchzustehen.

          Mehr Markt und mehr Staat

          Immerhin hat Sarkozy, der vor leeren Staatskassen steht, darauf verzichtet, den Franzosen neue, durch Schulden finanzierte Geschenke zu machen.

          Er will sogar Maßnahmen vorschlagen, welche die 35-Stunden-Woche, die in Frankreich als Symbol sozialen Fortschritts gilt, weiter aushöhlen. Aber der Cocktail aus mehr Markt und mehr Staat, den Sarkozy dem Land jetzt einschenken will, ist kein politökonomischer Zaubertrank. Er wird die französische Krankheit nicht heilen.

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