https://www.faz.net/aktuell/politik/kommentar-ruecken-zur-wand-11483252.html
 

Kommentar : Rücken zur Wand

  • -Aktualisiert am

Kanzlerin Merkel hat nach einigem Zögern verstanden, dass von der Bewältigung der Euro-Schuldenkrise international ihr Ansehen (und das Deutschlands) abhängt; innenpolitisch ist es für sie zum Schicksalsthema geworden.

          1 Min.

          Auf dem Terminplan der Bundeskanzlerin steht eigentlich nur noch ein Thema: Europa und die Euro-Krise. Auf Regionalkonferenzen - zuletzt in Magdeburg - hat sie versucht, die Parteibasis zu überzeugen: Das ist, angesichts der Stimmung in der Bevölkerung, eine undankbare Aufgabe.

          In Brüssel muss sie die Kommission davon überzeugen, dass die zwischen den Regierungen ausgehandelten Maßnahmen nicht die Rolle des supranationalen "Hüters der Verträge" schmälern - auch das dürfte nicht einfach sein angesichts eines machtbewussten Apparats, an dem in den vergangenen Monaten viele Initiativen vorbeigelaufen sind.

          Frau Merkel hat nach einigem Zögern verstanden, dass von der Bewältigung dieser Krise international ihr Ansehen (und das Deutschlands) abhängt; innenpolitisch ist die Euro-Krise, in der Mitte der Legislaturperiode, zum Schicksalsthema geworden. Von Willy Brandt wurde zu seinen Kanzlerzeiten gesagt, er sei am besten, wenn er mit dem Rücken zur Wand kämpfe. Daran, ob ihr Kampf für den Euro Erfolg hat, wird Frau Merkels historischer Rang gemessen werden.

          Weitere Themen

          Marina Owsjannikowa unter Hausarrest gestellt

          Ukraine-Liveblog : Marina Owsjannikowa unter Hausarrest gestellt

          Strahlenschutzamt sieht geringe Gefahr für Deutschland durch ukrainisches AKW +++ Geheimdienst: Russlands Rüstungsexporte in Schwierigkeiten +++ Ein Toter nach Ammoniak-Austritt in Donezk +++ alle Entwicklungen im Liveblog.

          Topmeldungen

          Patricia Schlesinger bei einem Fototermin im Dezember 2020

          RBB-Skandal : Luxustrip nach London, Generalstaatsanwalt am Zug

          Der RBB will zum Schlesinger-Skandal selbst recherchieren. Auf Anfragen von außen gibt der Sender keine Auskunft, etwa zum Kurztrip der Ex-Intendantin nach London. Strafrechtliche Ermittlungen führt nun der Generalstaatsanwalt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.