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Kommentar : Mutter Erda

Angela Merkel Bild: EPA

Die SPD kann plakatieren, wen und was sie will: Die Blicke der vielen, die Trumps Politik für fatal halten, richten sich auf Merkel.

          1 Min.

          Man kann nicht sagen, dass Trump im deutschen Wahlkampf nur dem Kanzlerkandidaten Geschenke machen würde wie etwa mit seiner „Aufrüstungslogik“. Zwar liefert Trump mit seiner Abwendung vom Pariser Klimaabkommen auch der SPD weiteren Stoff für Kritik. Doch auf diesem Feld lässt sich Merkel nicht von der Spitze der weltumspannenden Protestbewegung verdrängen.

          Berthold Kohler
          Herausgeber.

          Die Klimakanzlerin ist zurück, kämpferischer denn je: Nichts könne und werde „uns“ aufhalten, wenn es um die Bewahrung der Schöpfung und von „Mutter Erde“ gehe. Da kann die SPD plakatieren, wen und was sie will: So grün kann Schulz gar nicht mehr werden, als dass er der Erda der CDU den Rang der obersten Klimaschützerin noch ablaufen könnte.

          Sie wird ihre Sonderstellung auch nicht verlieren, wenn es auf dem G-20-Gipfel in Hamburg zugehen sollte wie bei der Schießerei am O.K. Corral. In dem Maße, in dem Trump sich in einen Paria des Westens verwandelt, fällt Merkel nolens volens die Rolle der Anführerin der vielen zu, die Trumps Politik für fatal halten – für Amerika und die ganze Welt.

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