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Kommentar : Lizenz zum Töten

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Man kann verstehen, dass die syrische Opposition das Scheitern einer Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen Damaskus als „Lizenz zum Töten“ für das das Assad-Regime interpretiert.

          Man kann verstehen, dass die syrische Opposition das Scheitern einer Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen Damaskus als "Lizenz zum Töten" für das Assad-Regime interpretiert.

          Vom East River droht dem syrischen Führer Baschar al Assad - "dank" Russland und China - keine Gefahr. Nun muss sich zeigen, ob wenigstens einzelne Länder willens sind, ihren Kurs gegenüber Damaskus anzupassen und Sanktionen zu verschärfen.

          Freilich: Assad ist zuzutrauen, dass ihn noch nicht einmal jene Manöver beeindrucken werden, die sein einstiger Partner Türkei nun demonstrativ in der an Syrien grenzenden Provinz Hatay abhalten möchte.

          Assad weiß, dass sein Land nicht mit dem randständigen Libyen Gaddafis zu vergleichen ist. Auch sind maßgebliche Militärs noch nicht zur Opposition übergelaufen; und in Damaskus, der Hauptstadt, ist der Aufstand noch nicht angekommen.

          Manche der Minderheiten halten Assad zudem für das geringere Übel, da sie nach einem Umsturz ein Wiederaufleben des Islamismus befürchten. Auch dieses Regime kommt seinem Ende näher; aber es wird noch dauern.

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