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Kommentar : Lachnummer AfD

Schon die Gründung der AfD durch Bernd Lucke und seine Mitstreiter beruhte auf einer Mischung aus Schlichtheit und Anmaßung: Auf eine spitzfindige Euroskepsis lässt sich die Zukunft einer neuen Partei nicht bauen.

          Der „liberale“ Teil der AfD, der erst entdeckt wurde, nachdem ein „nationalkonservativer“ Flügel ermittelt worden war, behandelt die eigene Partei ganz so, wie er auch die Eurozone behandelt sehen will: Wer nicht mehr dazupasst, muss gehen, oder man selbst verabschiedet sich. So einfach kann Politik sein.

          Schon die Gründung der AfD durch Bernd Lucke und seine Mitstreiter beruhte auf dieser Mischung aus Schlichtheit und Anmaßung. Schnurrt die Lucke-Partei zu einem „Weckruf“ zusammen, wird nicht nur ihr Anspruch, eine neue Volkspartei aufzubauen, als Lachnummer enden, sondern überhaupt der Ausflug der wissenschaftlichen Eurogegner in die Politik gescheitert sein. Denn auf eine spitzfindige Euroskepsis lässt sich die Zukunft einer neuen Partei nicht bauen.

          Da müssen schon andere Themen hinzukommen: eben die regional verschiedenen Nischenthemen des „nationalkonservativen“ Flügels. So viel nationaler und konservativer als der Lucke-Flügel ist er außerdem gar nicht. Aber „liberal“ klingt halt einfach besser als „rechts“. So viel CDU steckt in der AfD dann doch noch.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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