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Kommentar : Die Hölle

Der Einsatz der Bundeswehr in Mali verdient nicht nur dann Anerkennung und Aufmerksamkeit, wenn er Opfer fordert.

          Der Absturz des Kampfhubschraubers der Bundeswehr in Afrika, der die beiden Besatzungsmitglieder das Leben kostete, erinnert die deutsche Öffentlichkeit an einen Einsatz, der sonst nur selten die Aufmerksamkeit und Anerkennung erfährt, die er verdient. Die knapp tausend deutschen Soldaten, die in Mali stationiert sind, erfüllen wichtige Aufgaben. Sie stellen sich zusammen mit Truppen aus anderen Ländern dem islamistischen Terrorismus entgegen, der sich in jeder Staatsruine einzunisten versucht, die er finden kann.

          Das ist aus vielen Gründen nur mit großem Einsatz und nie ohne Opfer zu verhindern, wie auch der Fall Mali zeigt. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Doch was wäre die Folge, wenn der Westen seine Truppen abzöge, wie es die Linkspartei jetzt wieder fordert? Mali verwandelte sich endgültig in eine zur Ausbreitung neigende, von Islamisten, Menschenhändlern und Drogenbaronen regierte Hölle, die Flüchtlinge, Terror und Rauschgift ausspeit. Zum Bekämpfen der Fluchtursachen, von dem oft gesprochen wird, gehört vieles – auch das Kämpfen im ursprünglichen Sinne des Wortes.

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