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Kommentar : Kabarett zur See

Das bisherige Mandat der Marine hätte auch ins Programm von Blüm und Sodann gepasst Bild: dpa

Das Szenario passte ins Programm von Blüm und Sodann: Was wäre, wenn der Bundespräsidentschaftskandidat und der Bundesminister a.D. in die Hände der Seeräuber fielen? Und die Marine nicht eingreifen dürfte?

          Als sich unlängst die Sensationsnachrichten kreuzten, dass Peter Sodann und Norbert Blüm ihre gemeinsame Kabarettistenkarriere zur See fortsetzen wollten und dass die somalischen Piraten sich auch an Kreuzfahrtschiffe heranwagten, war es bis zu einem furchterregenden Gedanken nicht mehr weit: Was wäre, wenn der Bundespräsidentschaftskandidat und der Bundesminister a.D. in die Hände der Seeräuber fielen und diese ihre Späße nicht lustig fänden? Dürfte die deutsche Marine wenigstens eingreifen, wenn sich die Freibeuter an der Symbolfigur der sicheren Rente vergriffen?

          Diese Sorge braucht die Republik nicht länger zu belasten. Denn erstens fällt der Sodann-Blüm-Törn wegen eines schnöden Motorschadens ins Wasser. Der Luxusliner, der jetzt im Golf von Oman von einer deutschen Fregatte beschützt wurde, war nicht Blüms Traumschiff, sondern dessen Schwester. Und zweitens will nun auch die Bundesregierung ihren Kriegsschiffen die Lizenz zum „aktiven Schuss“ erteilen. Das ist überfällig. Denn das bisherige Mandat der Marine hätte auch ins Programm von Blüm und Sodann gepasst.

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