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Kommentar : Gemeinsame Gesten

  • -Aktualisiert am

Die amerikanisch-chinesischen Beziehungen sind zurzeit nicht gerade gut. Trotzdem hat Nordkorea nur schlechte Chancen, Peking und Washington im Konflikt um sein Atomwaffenprogramm auseinanderzudividieren.

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          Die amerikanisch-chinesischen Beziehungen sind zurzeit nicht gerade gut. Aber für gemeinsame Gesten in Richtung Nordkorea reicht es allemal. Mit einem aus chinesischer Perspektive großzügigen Manöver hat Peking eine symbolisch bedeutsame Botschaft nach Pjöngjang gesandt. Staats- und Parteichef Xi Jinping hat den amerikanischen Generalstabschef empfangen. Dass er diesem nicht zu einem Militärschlag gegen Nordkorea geraten hat, versteht sich zwar von selbst. Aber allein die Tatsache, dass die beiden maßgebenden Mächte über Nordkorea sprechen, sollte in Pjöngjang einen Prozess des Nachdenkens in Gang setzen.

          Die Aussichten Nordkoreas, Peking und Washington im Konflikt um sein Atomwaffenprogramm auseinanderzudividieren, sind offenbar nicht sehr groß. Natürlich gilt weiterhin, dass China ein Überleben Nordkoreas als Staat sicherstellen will. Aber was wäre, wenn Amerika stillschweigend signalisiert hätte, dass es das ebenso sieht? Dann müsste sich Kim Jong-un möglicherweise Sorgen machen. Denn mit seiner Person macht sich in Peking niemand gemein.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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