https://www.faz.net/-gpf-9htuv

Merz-Kommentar : Unter Merkel kaum

Friedrich Merz Bild: Marco Urban

Das Experiment geht weiter: Friedrich Merz stünde auch als Minister zur Verfügung. Doch wird er auch gewollt?

          Die Merz-Anhänger müssen doch noch nicht alle Hoffnung fahren lassen. Rechtzeitig vor Weihnachten bekräftigt Merz seine Bereitschaft, „mit ganzer Kraft“ in die Politik zurückzukehren. Auch ein Amt in der Bundesregierung kann er sich vorstellen.

          Merz hätte sich nach seiner Niederlage gegen Kramp-Karrenbauer in eine gutdotierte Schmollecke zurückziehen können. Doch das hätte zu tiefe Enttäuschung bei denen hinterlassen, die in ihm die Rettung sehen, und zu große Freude bei jenen, die froh sind, dass er nicht gewählt worden ist. Das Experiment Merz, das in Hamburg zur sichtbaren Erleichterung der obersten Physikerin beendet schien, geht also weiter.

          In der zweiten Phase wird man verfolgen können, wie Merkel auf Merzens unverhülltes Angebot reagiert und wie sehr die neue CDU-Vorsitzende ihn dabei unterstützt. Es ist nämlich nicht „Sache der Kanzlerin“, wer Minister im Kabinett wird – das entscheiden die Koalitionsparteien, jede für sich.

          Freilich sind derzeit alle Plätze besetzt. Und eine Erweiterung um ein Ministerium für, sagen wir: wertkonservative Inhalte wird es unter Merkel kaum mehr geben.

          Weitere Themen

          Merkel erinnert an Widerstand gegen NS-Regime Video-Seite öffnen

          Livestream zu Rekrutengelöbnis : Merkel erinnert an Widerstand gegen NS-Regime

          Das Attentat auf Adolf Hitler jährt sich an diesem 20. Juli zum 75. Mal. Rekruten der Bundeswehr legen an diesem Tag traditionell ihr Gelöbnis ab – und die neue Verteidigungsministerin hat ihren ersten größeren Auftritt. Verfolgen Sie die Zeremonie im Livestream.

          Topmeldungen

          Bereits ab 14.00 Uhr könnte die gefühlte Temperatur über 32 Grad liegen, dann herrscht Warnstufe 2. (Archivbild aufgenommen in Berlin)

          Deutscher Wetterdienst : Hitzewarnung für Deutschland

          Der Deutsche Wetterdienst rechnet ab Montag mit ersten Hitzewarnungen. Ab Mittwoch soll dann ganz Deutschland von einer Hitzewelle erfasst werden. Besonders Kinder, alte und kranke Menschen sind durch die hohen Temperaturen gefährdet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.