https://www.faz.net/-gpf-sfu1
 

Kommentar : Es werde Licht

  • Aktualisiert am

Wer auf russische Energielieferungen angewiesen, aber russischen Wünschen nicht zu Willen ist, kann schnell zu spüren bekommen, daß Moskau Gas als politisches Druckmittel einsetzt. Abhängigkeit von Wohlwollen? Dem Westen muß es um das Gegenteil gehen.

          1 Min.

          Als die Russen im Winter den Gashahn für die Ukraine zudrehten und deswegen auch im Westen die Zähler langsamer liefen, ging dort so manchem endlich ein Licht auf. Rußland, aus dem die EU ein Viertel ihrer Gasimporte bezieht, betrachtet Erdgas nicht bloß als Handelsware wie Käse oder Halbschuhe.

          Wer auf russische Energielieferungen angewiesen, aber russischen Wünschen nicht zu Willen ist, kann schnell zu spüren bekommen, daß Moskau Gas als politisches Druckmittel einsetzt. Diese Erfahrung macht nun auch unvermittelt die EU, der bedeutet wurde, daß Rußland seine Gasgunst leicht anderen Abnehmern schenken könne. Anlaß für die Drohung ist der Widerstand in der EU gegen russische Bestrebungen, sich an den europäischen Versorgern zu beteiligen. Das würde die Abhängigkeit von russischem Wohlwollen noch vergrößern.

          Dem Westen muß es jedoch um das Gegenteil gehen. Die Umarmungsstrategie, die der frühere Bundeskanzler und heutige Gasmanager Schröder propagiert, ist riskant. Da gleichzeitig das Öl knapper und teurer wird, muß man nun auch noch auf die Erleuchtung jener hoffen, die weiterhin wild entschlossen sind, Deutschlands Atomkraftwerke abzuschalten.

          Topmeldungen

          Angeklagter: Der 93 Jahre alte Bruno D. wird aus dem Gerichtssaal in Hamburg geschoben.

          Prozess um SS-Wachmann : Eine große Umarmung

          Im SS-Prozess in Hamburg sagt ein früherer Häftling des KZ Stutthof aus. Er berichtet von furchtbaren Taten und Erlebnissen. Und er will dem Angeklagten vergeben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.