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Kommentar : Elend in Venezuela

In Südamerika vollzieht sich gegenwärtig ein dramatischer Richtungswechsel. In Venezuela hält sich die sozialistische Staatsführung noch – das Leiden der Menschen dort nimmt kein Ende.

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          Am vergangenen Freitag hatte Venezuelas Staatschef Maduro den Ausnahmezustand verlängert, zu Wochenbeginn wurden neue Sondervollmachten der Regierung verkündet. Auf die katastrophale Wirtschaftslage, die das Ergebnis von Misswirtschaft, Korruption und Ölpreisverfall ist, und auf die politische Krise reagiert die sozialistische Staatsführung mit demonstrativer und doch verzweifelter Härte. Im Machtkampf mit der Opposition gibt sie nicht nach.

          Aber wie lange wird sich Maduro, den die Opposition aus dem Amt zu drängen sucht, noch halten können, ohne dass die Lage völlig außer Kontrolle und Venezuela, das in der Vergangenheit „linke“ Verbündete wie Kuba und Nicaragua alimentierte, an den Rand des Bürgerkriegs gerät? In Südamerika vollzieht sich gegenwärtig ein dramatischer Richtungswechsel: In Argentinien herrschen seit Dezember nicht mehr die Linksperonisten, in Brasilien ist soeben die gut dreizehn Jahre währende Herrschaft der Arbeiterpartei faktisch beendet worden, auf deren Wohlwollen sich Maduro stützen konnte. Doch noch hat das Leiden der Venezolaner kein Ende.

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