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Kommentar : Ein Lichtlein

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Es könnte schlechter bestellt sein um die politische Kultur: Wochenlang flogen die Fetzen im Haus der großen Koalition, doch nun stellen die parlamentarischen Fähnleinführer Struck, Kauder und Ramsauer auch einmal das Verbindende heraus.

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          Wochenlang flogen die Fetzen im Haus der großen Koalition. Durchs Fenster hörte man Beleidigungen wie „Wortbruch“, „durchgeknallt“, „Geisterfahrer“. Auf ihren jeweiligen Parteitagen putschten sich die Regierenden noch einmal auf für die Entscheidungsschlachten um Mindestlohn, Arbeitslosengeld und Bahn-Privatisierung.

          Die Opposition hatte ihre helle Freude daran. Nun sieht man die parlamentarischen Fähnleinführer Struck, Kauder und Ramsauer einträchtig ein Lichtlein entzünden und eitel Harmonie verbreiten: „Denn wir wissen um die Verantwortung, die wir den Menschen und dem Land schulden.“

          Neben dem Selbstlob für das gemeinsam Erreichte bekunden sie einander Respekt für unterschiedliche Positionen. Darüber mag man sich mokieren. Mit einem Seitenblick auf Parlamente, in denen sich die Abgeordneten prügeln und jede Regierungsbildung torpedieren, darf man sich aber auch darüber freuen, dass die Hauptkonkurrenten im Bundestag auch einmal das Verbindende herausstellen. Es könnte schlechter bestellt sein um die politische Kultur.

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