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Nordkorea : Die Uhr tickt

Ein militärischer Konflikt mit Nordkorea zöge, käme es zum Äußersten, verheerende Folgen nach sich. Es ist höchste Zeit für Peking und Washington, gemeinsam auf Deeskalation zu setzen.

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          Offenkundig tritt der Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm in eine neue Phase ein. Für Ostasien, für die Welt ist das eine alarmierende Nachricht. Denn eine militärische Eskalation, käme es zum Äußersten, hätte verheerende Folgen.

          Auf der anderen Seite ist nicht zu bestreiten, dass das Regime in Nordkorea die „strategische Geduld“ etwa der Vereinigten Staaten mit neuen Provokationen, mit Atomtests und ebenso völkerrechtswidrigen Raketenstarts beantwortet hat. Die Geduld ist ausgenutzt worden, sie ist erschöpft; die Regierung Trump demonstriert militärische Stärke und bekräftigt das Bündnis mit Südkorea und mit Japan.

          Es ist somit höchste Zeit, dass sich die wichtigsten Protagonisten in diesem Konflikt klar werden, was auf dem Spiel steht – und was sie wollen. Das gilt nicht zuletzt für China, das kein Interesse daran haben kann, dass ein Test einer nordkoreanischen Langstreckenrakete einen amerikanischen Alleingang zur Folge hat. Es wäre gut, wenn China seiner Verantwortung gerecht und, mit Washington, auf eine Deeskalation hinwirken würde. Ansonsten tickt die Uhr.

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          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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