https://www.faz.net/-gpf-8wyy9

Nordkorea : Die Uhr tickt

Ein militärischer Konflikt mit Nordkorea zöge, käme es zum Äußersten, verheerende Folgen nach sich. Es ist höchste Zeit für Peking und Washington, gemeinsam auf Deeskalation zu setzen.

          Offenkundig tritt der Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm in eine neue Phase ein. Für Ostasien, für die Welt ist das eine alarmierende Nachricht. Denn eine militärische Eskalation, käme es zum Äußersten, hätte verheerende Folgen.

          Auf der anderen Seite ist nicht zu bestreiten, dass das Regime in Nordkorea die „strategische Geduld“ etwa der Vereinigten Staaten mit neuen Provokationen, mit Atomtests und ebenso völkerrechtswidrigen Raketenstarts beantwortet hat. Die Geduld ist ausgenutzt worden, sie ist erschöpft; die Regierung Trump demonstriert militärische Stärke und bekräftigt das Bündnis mit Südkorea und mit Japan.

          Es ist somit höchste Zeit, dass sich die wichtigsten Protagonisten in diesem Konflikt klar werden, was auf dem Spiel steht – und was sie wollen. Das gilt nicht zuletzt für China, das kein Interesse daran haben kann, dass ein Test einer nordkoreanischen Langstreckenrakete einen amerikanischen Alleingang zur Folge hat. Es wäre gut, wenn China seiner Verantwortung gerecht und, mit Washington, auf eine Deeskalation hinwirken würde. Ansonsten tickt die Uhr.

          Die digitale F.A.Z. PLUS
          F.A.Z. Edition

          Die digitale Ausgabe der F.A.Z., für alle Endgeräte optimiert und um multimediale Inhalte angereichert

          Mehr erfahren
          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Sachbeschädigung, Körperverletzung, versuchter Totschlag

          Die Akte Stephan E. : Sachbeschädigung, Körperverletzung, versuchter Totschlag

          Nach dem Geständnis im Fall Lübcke werden neue Details über Stephan E. bekannt: Zu dem mutmaßlichen Mörder gibt es 37 Einträge im polizeilichen Informationssystem. Der zuständige hessische Minister Beuth rechtfertigt sich.

          Topmeldungen

          Konflikt mit Iran : Trumps gefährliches Hin und Her

          Nachdem es zunächst nach Deeskalation aussah, droht Donald Trump Iran abermals. Eine Strategie im Umgang mit der Islamischen Republik ist nicht erkennbar. Trumps Reaktionen haben aber auch innenpolitische Gründe.
          „Eine Art Ideologie, die zu Gräueln in der Historie unseres Planeten geführt hat“: So beschreibt ein ehemaliger Funktionär die Haltung der IAAF gegenüber der standhaften Caster Semenya.

          FAZ Plus Artikel: Fall Caster Semenya : Startrecht nach Kastration

          Die IAAF hat Caster Semenya nach ihrem Sieg in Berlin 2009 eine Operation nahegelegt zur Aufhebung ihrer Laufsperre. Vier Athletinnen unterzogen sich der Tortur. Ein früherer Funktionär spricht von einem Zwangssystem.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.