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Kommentar : Der Riss in der hessischen SPD

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Die hessische SPD hat sich mit solcher Macht eingeredet, sie habe die Landtagswahl gewonnen, dass erst Kurt Beck und dann auch alle anderen Zweifler daran glauben mussten. Jetzt hat eine einzelne Frau Metzger den SPD-Kessel doch zum Platzen gebracht.

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          Wenn der Druck im Kessel zu groß wird, entstehen Risse. Die hessische SPD-Führung hat sich mit solcher Macht eingeredet, sie habe die Landtagswahl gewonnen, dass erst Kurt Beck und dann auch alle anderen Zweifler daran glauben mussten.

          Und weil nun auch die Autorität des großen Vorsitzenden an diesem Glaubenssatz hing, muckten nicht einmal mehr die eher konservativ gepolten nordhessischen Genossen gegen die Weisheit ihrer Führung in Wiesbaden auf. Frau Ypsilantis einstiger Konkurrent Walter salutierte stramm mit der Versicherung, die Fraktion werde sie „zu hundert Prozent“ zur Ministerpräsidentin wählen.

          Hatte er da schon mit Frau Metzger gesprochen, die sich seit Tagen mit der Frage quält, ob sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren könne, den Wortbruch ihrer Landesvorsitzenden mit ihrem Abgeordnetenmandat zu sanktionieren? Offenbar nicht. Man verließ sich wohl darauf, dass nach so viel Disziplinierung der Druck groß genug sein würde, um jede Widerrede im Keim zu ersticken. Jetzt hat eine einzelne Frau Metzger den SPD-Kessel doch zum Platzen gebracht.

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