https://www.faz.net/-gpf-8wmaq

Kommentar : Das kann Putin nicht gefallen

Amerika und Europa haben immer noch keinen Hebel gefunden, mit dem sie den Schlächter Assad aufhalten können. Doch gibt es wenigstens wieder ähnliche Lagebeurteilungen.

          1 Min.

          Im Westen glaubt kaum jemand, dass der Giftgasangriff, dem in Syrien mehr als siebzig Menschen zum Opfer fielen, eine Art Betriebsunfall mit allen Schuldanteilen bei den Rebellen war, wie Moskau aus naheliegenden Gründen die Sache darstellt. Auch Außenminister Gabriel spricht von einem „barbarischen Kriegsverbrechen“. Und selbst die Trump-Administration beschuldigt das Assad-Regime, es verübt zu haben.

          Damit richten sich alle Blicke auch auf den Kreml, denn ohne das russische Eingreifen zugunsten des Schlächters Assad gäbe es dessen Regime nicht mehr. In Washington scheint man inzwischen verstanden zu haben, dass Moskau nicht aus reiner Nächstenliebe in den syrischen Bürgerkrieg eintrat. Amerika hat zwar ebenso wie Europa immer noch keinen Plan, um Assad vom Vergasen seines Volkes abzuhalten.

          Doch muss man es nach den ersten skurrilen Ausflügen Trumps in die internationale Politik wohl als Fortschritt betrachten, dass man (nicht nur) in diesem Fall auf beiden Seiten des Atlantiks wenigstens zu ähnlichen Lagebeurteilungen kommt. Auch das kann Putin nicht gefallen.

          Berthold Kohler
          Herausgeber.

          Weitere Themen

          Laschets Kampf geht weiter

          Wer wird Bundeskanzler? : Laschets Kampf geht weiter

          Trotz herber Verluste will Armin Laschet weiter Kanzler werden – auch als Zweitplatzierter. Das ginge nur mit Grünen und FDP. Eine „Zukunftskoalition“ nennt er das. Söder spricht von einem „Bündnis der Vernunft“.

          „Laschet wirkte gar nicht mal so zerknirscht“ Video-Seite öffnen

          Stimmung bei der CDU : „Laschet wirkte gar nicht mal so zerknirscht“

          Trotz des schlechten Ergebnisses der Union wirkte Armin Laschet bei seinem Auftritt im Konrad-Adenauer-Haus entschlossen, eine Koalition zu bilden. Der Leiter des F.A.Z.-Hauptstadtbüros, Eckart Lohse, berichtet über den Abend in der Parteizentrale der CDU.

          Topmeldungen

          Eines ist allen in der Union klar: Auch ein knappes Rennen, ja sogar ein knapper Sieg führen nicht automatisch ins Kanzleramt.

          Wer wird Bundeskanzler? : Laschets Kampf geht weiter

          Trotz herber Verluste will Armin Laschet weiter Kanzler werden – auch als Zweitplatzierter. Das ginge nur mit Grünen und FDP. Eine „Zukunftskoalition“ nennt er das. Söder spricht von einem „Bündnis der Vernunft“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.