https://www.faz.net/-gpf-8wmaq

Kommentar : Das kann Putin nicht gefallen

Amerika und Europa haben immer noch keinen Hebel gefunden, mit dem sie den Schlächter Assad aufhalten können. Doch gibt es wenigstens wieder ähnliche Lagebeurteilungen.

          1 Min.

          Im Westen glaubt kaum jemand, dass der Giftgasangriff, dem in Syrien mehr als siebzig Menschen zum Opfer fielen, eine Art Betriebsunfall mit allen Schuldanteilen bei den Rebellen war, wie Moskau aus naheliegenden Gründen die Sache darstellt. Auch Außenminister Gabriel spricht von einem „barbarischen Kriegsverbrechen“. Und selbst die Trump-Administration beschuldigt das Assad-Regime, es verübt zu haben.

          Damit richten sich alle Blicke auch auf den Kreml, denn ohne das russische Eingreifen zugunsten des Schlächters Assad gäbe es dessen Regime nicht mehr. In Washington scheint man inzwischen verstanden zu haben, dass Moskau nicht aus reiner Nächstenliebe in den syrischen Bürgerkrieg eintrat. Amerika hat zwar ebenso wie Europa immer noch keinen Plan, um Assad vom Vergasen seines Volkes abzuhalten.

          Doch muss man es nach den ersten skurrilen Ausflügen Trumps in die internationale Politik wohl als Fortschritt betrachten, dass man (nicht nur) in diesem Fall auf beiden Seiten des Atlantiks wenigstens zu ähnlichen Lagebeurteilungen kommt. Auch das kann Putin nicht gefallen.

          Weitere Themen

          Rettung aus der roten Zone

          FAZ Plus Artikel: Anti-Terror-Übung : Rettung aus der roten Zone

          Bei der bisher größten gemeinsamen Übung von Bundeswehr und Polizei probt man in Baden-Württemberg gemeinsam für den Ernstfall eines Terror-Anschlags. Neben Polizeibeamten und Soldaten sind auch Mitarbeiter ziviler Krankenhäuser involviert.

          Topmeldungen

          Eine Familie flieht am Samstag auf einem Motorrad aus der Region um die Stadt Ras al Ain.

          Nordsyrien : Kurden räumen Grenzstadt zur Türkei

          Die brüchige Waffenruhe nutzen kurdische Einheiten zum Rückzug aus einer umkämpften Stadt. Außenminister Maas nennt den türkischen Angriff völkerrechtswidrig, und in der Nato schließt unter anderem Deutschland den Bündnisfall aus.
          Unsere Sprinter-Autorin: Ilka Kopplin

          F.A.Z.-Sprinter : Die Brexit-Saga geht weiter

          Für die Londoner Parlamentarier steht an diesem Montag der Brexit abermals auf der Tagesordnung. Und auch in Kanada verspricht die Wahl ein Krimi zu werden. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.