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Kommentar : Das kann Putin nicht gefallen

Amerika und Europa haben immer noch keinen Hebel gefunden, mit dem sie den Schlächter Assad aufhalten können. Doch gibt es wenigstens wieder ähnliche Lagebeurteilungen.

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          Im Westen glaubt kaum jemand, dass der Giftgasangriff, dem in Syrien mehr als siebzig Menschen zum Opfer fielen, eine Art Betriebsunfall mit allen Schuldanteilen bei den Rebellen war, wie Moskau aus naheliegenden Gründen die Sache darstellt. Auch Außenminister Gabriel spricht von einem „barbarischen Kriegsverbrechen“. Und selbst die Trump-Administration beschuldigt das Assad-Regime, es verübt zu haben.

          Damit richten sich alle Blicke auch auf den Kreml, denn ohne das russische Eingreifen zugunsten des Schlächters Assad gäbe es dessen Regime nicht mehr. In Washington scheint man inzwischen verstanden zu haben, dass Moskau nicht aus reiner Nächstenliebe in den syrischen Bürgerkrieg eintrat. Amerika hat zwar ebenso wie Europa immer noch keinen Plan, um Assad vom Vergasen seines Volkes abzuhalten.

          Doch muss man es nach den ersten skurrilen Ausflügen Trumps in die internationale Politik wohl als Fortschritt betrachten, dass man (nicht nur) in diesem Fall auf beiden Seiten des Atlantiks wenigstens zu ähnlichen Lagebeurteilungen kommt. Auch das kann Putin nicht gefallen.

          Berthold Kohler
          Herausgeber.

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