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Kolumbien : Einigung in letzter Minute

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Streitpunkt entmilitarisierte Zone Bild:

Unter dem Druck internationaler Vermittler haben sich die kolumbianische Regierung und die Farc-Rebellen geeinigt, ihre Gespräche wieder aufzunehmen.

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          Der kolumbianische Präsident Andrés Pastrana hat die Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit den marxistischen Farc-Rebellen angekündigt. Zugleich hob er das Ultimatum zur Räumung der den Guerilleros überlassenen Zone im Süden des Landes auf.

          Der Staatschef bestätigte damit am späten Montagabend den von internationalen Vermittlern ausgehandelten Kompromiss mit den „Revolutionären Streitkräften Kolumbiens“ (Farc). Der Regierungsbeauftragte Camilo Gómez kündigte an, dass die Gespräche am Mittwoch unter Aufsicht des UN-Sondergesandten James Lemoyne sowie zwei Vertretern der zehn Vermittlerstaaten wieder aufgenommen werden sollen.

          Die Rebellen hatten den Vermittlern zugesagt, mit der Regierung unverzüglich Gespräche über einen Waffenstillstand und das Ende von Massenentführungen von Zivilisten auf Landstraßen aufzunehmen. Eine Eskalation des seit fast 40 Jahren andauernden Konflikts war damit zunächst abgewendet worden.

          Kolumbien: Neue Hoffnung auf Frieden

          Frist bis Sonntag

          „Dank dieser Vermittlung kann ich eine Fortsetzung des Friedensprozesses ankündigen“, sagte Pastrana. „Keine Entführungen, keine Angriffe auf die Zivilbevölkerung, keine Erpressungen, keine Massenentführungen auf den Landstraßen und keine Zerstörung der Infrastruktur mehr“, betonte der Staatschef.

          Allerdings müssten die Farc bis spätestens kommenden Sonntag feste Zusagen zur Umsetzung dieser Ziele abgeben. Am 20. Januar läuft die Genehmigung zur Überlassung der Zone von der Größe der Schweiz aus. Pastrana hatte sie den Rebellen Ende 1998 als vertrauensbildende Maßnahme und als Ort der Verhandlungen überlassen. „Es bleibt weniger als eine Woche für die Entscheidung, ob die Genehmigung zur Überlassung der Zone noch einmal verlängert wird“, warnte Pastrana unmissverständlich.

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