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Kollision : China gewährt offenbar Kontakt zu amerikanischer Crew

  • Aktualisiert am

Die Zufahrtsstraße zum chinesischen Militärflughafen bei Lingshui Bild: AP

Die chinesische Regierung gibt anscheinend ihre harte Haltung auf und will Kontakt zu Crew des notgelandeten amerikanischen Spionage-Jets zulassen.

          China will den USA nun offenbar doch einen sofortigen Kontakt zur Besatzung des amerikanischen Aufklärungsflugzeugs gestatten, das am Wochenende über dem Südchinesischen Meer mit einem chinesischen Kampfjet zusammengestoßen ist und anschließend notlanden musste.

          Die Informationen kommen von der australischen Regierung. Diese erklärte am Dienstag, laut dem chinesischen General Zhang Wannian werde Peking US-Diplomaten unverzüglich Kontakt mit der Crew gewähren. Wannian habe versichert, der Konflikt werde in Einklang mit den diplomatischen Normen gelöst, sagte der australische Außenminister Alexander Downer.

          Bush fordert Rückgabe

          Zuvor hatte China nach Angaben des Weißen Hauses jedoch erklärt, Kontakt zu den Besatzungsmitgliedern werde frühestens am Dienstagabend möglich sein. US-Präsident George W. Bush forderte bereits am Montag die „unverzügliche und sichere Rückkehr“ der Besatzung. Er sei bestürzt, dass China amerikanischen Diplomaten den Kontakt mit der Crew verweigert habe, sagte Bush. Die chinesische Haltung verstoße gegen „die übliche diplomatische Praxis“. Zudem forderte Bush die Rückgabe des mit zahlreichen hochmodernen Instrumenten ausgerüsteten amerikanischen Flugzeugs.

          Drei Flugzeuge vom Typ EP-3 auf dem kanadischen Flughafen in Okinawa

          Zerstörer auf dem Weg

          Die USA beorderten drei Zerstörer in die Nähe der Insel Hainan, wo das Flugzeug am Sonntag notgelandet war. Nach amerikanischen Angaben hat die Besatzung der EP-3 kurz nach dem Zusammenstoß noch zwei Nachrichten gesendet. In der ersten hieß es demnach, bei der Kollision sei niemand zu Schaden gekommen, in der zweiten sei die sichere Landung auf Hainan gemeldet worden. Der Verteidigungsminister der USA, Donald Rumsfeld, bestätigte, dass die Besatzung unverletzt sei. Ein chinesischer Augenzeuge berichtete, man habe die Amerikaner in ein Gästehaus der Streitkräfte gebracht.

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