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Klimawandel : Schulze warnt vor taktischen Spielchen auf Zeit

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Köln, im August 2018: Hinter dem ausgetrockneten Flussbett des Rheins sind der Dom, die Kranhäuser und die Südbrücke zu sehen. Bild: dpa

Hitzewellen, Dürren: Die Indizien mehren sich dafür, dass die Natur immer weiter aus dem Gleichgewicht gerät. Die Bundesumweltministerin richtet einen Appell an ihre Kabinettskollegen.

          Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat ihre Ministerkollegen vor „taktischen Spielchen auf Zeit“ beim Klimaschutz gewarnt. Mit Blick auf Versäumnisse in mehreren Bereichen forderte sie eine finanzielle Verantwortung der jeweiligen Einzelressorts für das Verfehlen von Klimazielen. „Jedes Ministerium, das den Pflichten für seinen Bereich nicht nachkommt, muss für die finanziellen Konsequenzen einstehen“, sagte Schulze dem Berliner „Tagesspiegel“ vom Samstag.

          Diese Regel soll demnach in das geplante Klimaschutzgesetz der Bundesregierung einfließen, das 2019 in Kraft treten soll. Es soll das Erreichen der deutschen Klimaziele sicherstellen, insbesondere die Minderung der Treibhausgasemissionen um 55 Prozent bis 2030. Als Problembereich gilt besonders der Verkehrssektor. Hier waren die Emissionen in den vergangenen Jahren nicht gesunken, sondern vielmehr weiter angestiegen. Schulze verwies aber auch auf Probleme in anderen Bereichen.

          Drastische Warnungen äußerte abermals auch der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber. „Wir sind momentan dabei, uns aus der Umwelt herauszukatapultieren, welche die menschliche Zivilisation überhaupt ermöglicht hat“, sagte der scheidende Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) der „Augsburger Allgemeinen“ vom Samstag. Die Hitzewelle und die Dürre der vergangenen Monate seien ein Indiz dafür, dass die Natur zunehmend aus dem Gleichgewicht gerate.

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