https://www.faz.net/-gpf-2n2z

Klimaschutz : Asiaten fordern USA zu Festhalten am Kyoto-Protokoll auf

  • Aktualisiert am

Asiatische Staaten haben an US-Präsident Bush appelliert, Klimaschutzpolitik nicht der Wirtschaft zu opfern.

          1 Min.

          Nach der Ablehnung des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz durch die neue US-Regierung wächst auch in Asien der Druck auf Washington, seine Haltung zu revidieren.

          Die Umweltminister Chinas, Japans und Südkoreas forderten die Vereinigten Staaten in einer am Sonntag in Tokio veröffentlichten gemeinsamen Erklärung auf, am Kyoto-Protokoll festzuhalten. Sie äußerten die Hoffnung, dass die US-Regierung „mit allen Beteiligten zusammenarbeiten“ werde, um der UN-Klimakonferenz im Juli in Bonn zum Erfolg zu verhelfen. Der Erfolg dieses Klimagipfels sei für das Inkrafttreten der Klimavereinbarung von entscheidender Bedeutung und ein wichtiger Schritt bei den Bemühungen um eine Klimawende, heißt es in dem von den Umweltministern der drei Staaten unterzeichneten Papier.

          Das Protokoll von Kyoto wurde 1997 ausgehandelt, ist aber noch nicht in Kraft. Im Juli sollen die Verhandlungen über die Umsetzung fortgesetzt werden. Ziel ist eine Ratifizierung und ein In-Kraft-Treten bis 2002. Die USA hatten allerdings jüngst erklärt, sie fühlten sich an das Abkommen nicht mehr gebunden und hatten damit die Umsetzung ernsthaft in Gefahr gebracht.

          Angesichts der wachsenden Kritik an der Haltung der USA sei ein Erfolg aber dennoch möglich, sagte der Sprecher des Bundesumweltministeriums, Michael Schroeren. Er bezog sich auf Äußerungen von Russland, Japan, China und Iran - derzeit Sprecher der so genannten G77-Gruppe von Entwicklungsländern -, die sich hinter das Kyoto-Protokoll gestellt hatten. Darauf gründe sich die Hoffnung, dass „wir in Bonn bei der nächsten Klimaschutzkonferenz doch noch ein erfolgreiches Verhandlungsergebnis bekommen“, sagte Schroeren.

          Weitere Themen

          Gezielte Überrumpelung

          AKK-Vorstoß : Gezielte Überrumpelung

          Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Koalitionspartner mit ihrem Syrien-Vorstoß schwer düpiert. Jetzt muss sie ihre Idee so seriös weiterentwickeln, dass sie dem Vorwurf entgeht, es sei ihr nur um die eigene Profilierung gegangen.

          Reformpaket überzeugt Demonstranten nicht Video-Seite öffnen

          Beirut : Reformpaket überzeugt Demonstranten nicht

          Die Regierung im Libanon reagiert auf anhaltende Proteste mit einem Reformpaket, um die Wirtschaft des Landes anzukurbeln. Die Demonstrationen ebben dennoch nicht ab.

          Topmeldungen

          Kurze und höchst umstrittene Amtszeit: Stefan Jagsch spricht vor dem Gemeinschaftshaus in Altenstadt-Waldsiedlung.

          Nur einen Monat im Amt : NPD-Ortsvorsteher nach Eklat abgewählt

          Die Wahl eines NPD-Parteimitglieds zum Ortsvorsteher im hessischen Ort Altenstadt hatte bundesweit für Empörung gesorgt. Nun wurde Stefan Jagsch wieder abgewählt. Er fechtet die Entscheidung an – und versammelt einige Unterstützer hinter sich.

          AKK-Vorstoß : Gezielte Überrumpelung

          Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Koalitionspartner mit ihrem Syrien-Vorstoß schwer düpiert. Jetzt muss sie ihre Idee so seriös weiterentwickeln, dass sie dem Vorwurf entgeht, es sei ihr nur um die eigene Profilierung gegangen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.