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Kirgistan : Der Staat hat versagt

  • -Aktualisiert am

Bild: reuters

In den Nachbarländern werden die Ereignisse in Kirgistan mit Sorge betrachtet. Auch die Amerikaner, die bei Bischkek den Stützpunkt Manas unterhalten, sind alarmiert. Vor allem, weil Afghanistan nicht weit entfernt liegt.

          In der zentralasiatischen Republik der Kirgisen sind aus Demonstrationen blutige Unruhen mit Todesopfern geworden. Die Zeiten, da diese ehemalige Sowjetrepublik, die 1991 unabhängig wurde, zu gewissen Hoffnungen Anlass gab, liegen schon fast eine Ewigkeit zurück. Unter Präsident Kurmanbek Bakijew, der seinerzeit selbst auf einer Protestwelle gegen den zunehmend diktatorischer werdenden Präsidenten Askar Akajew nach oben getragen worden war, ist es nicht gelungen, Korruption und Misswirtschaft zu mildern, im Gegenteil: Man kann von einem Versagen des Staates sprechen.

          Dass die Regierung die Oppositionellen pauschal als „Banditen“ beschimpft, hat Tradition - nicht nur in Kirgistan, sondern auch in den Nachbarländern. Dort wird man die Ereignisse in Bischkek, Talas oder Naryn mit Sorge betrachten. Auch die Amerikaner, die bei Bischkek den Stützpunkt Manas unterhalten, sind durch die Vorgänge alarmiert. Wegen dieses Stützpunktes gab es schon einmal Streit; und Afghanistan, wo sich die Lage zuspitzt, ist nicht weit entfernt von den Bergen und Ebenen Kirgistans.

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