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Papst Benedikt hat einen Brief an den Präses der EKD, Präses Schneider, geschrieben und damit seine Mitarbeiter brüskiert

Vatikan : Papst will sich mehr Zeit für Protestanten nehmen

Während seines Deutschlandbesuchs will Papst Benedikt XVI. einen stärkeren ökumenischen Akzent setzen als seine Mitarbeiter bislang geplant haben. Nach F.A.Z.-Informationen schreibt der Papst dies in einem Brief an den Vorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Schneider.
Vehementer Kritiker des Papstes: der Tübinger Theologe Hans Küng

Im Gespräch: Hans Küng : „Irren ist auch päpstlich“

Der Tübinger Theologe Hans Küng ist einer der schärfsten Kritiker von Papst Benedikt XVI. - daran lässt er auch in seinem neuen Buch keinen Zweifel. Im FAZ.NET-Interview spricht er über das mittelalterliche Herrschaftssystem des Papstes, Prunksucht im Vatikan - und die Überzeugung, Jesus auf seiner Seite zu haben.
Papst Benedikt XVI. glaubte schon vor vielen Jahren, dass die römisch-katholische Kirche auch verheiratete Männer zu Priestern weihen müsse

Abschaffung des Pflichtzölibats : Ehelos

Der Priestermangel ist Ausdruck einer Krise des Glaubens - und nicht des Zölibatversprechens. Der Papst und das Bischofskollegium verschweigen die Krisenphänomene der priesterlichen Lebensform so beredt wie vor vierzig Jahren.

Maaßen und die CDU : Bloßstellung

In der Causa Maaßen kann sich Wolfgang Schäuble ein öffentliches Nachkarten nicht verkneifen. Als ob der Schaden nicht schon groß genug wäre. Der eigentliche Niedergang steht der CDU womöglich erst bevor.

Vor G-7-Gipfel : Es brennt

Werden die Tage in Biarritz vom Bemühen um Geschlossenheit geprägt sein oder von Eklat, Zerwürfnissen und Widerlagern? Fest steht schon jetzt: Der Westen hat gerade nicht seine stärksten Tage.

G-7-Gipfel ohne Putin : Vielleicht das einzige Mittel

Die Man-muss-mit-Russland-reden-Theorie hat viele Anhänger – auch hierzulande. Trotzdem ist es richtig, dass Deutschland, Frankreich und Großbritannien dagegen sind, die G-7-Gruppe wieder um Russland zu erweitern.

Chemnitz : Das Urteil

Straftaten werden nicht auf der Straße gesühnt. Es ist absurd, „Chemnitz“ als Beleg dafür zu nehmen, dass in Deutschland eine Art Meinungsdiktatur herrsche.

Ziel geopolitischer Interessen : Die Tragödie der Arktis

Je schneller das Eis in der Arktis schmilzt, desto größer werden die konkurrierenden Begehrlichkeiten. Man kann an diesem Theater ablesen, wie sich die politischen Interessen verschoben haben.

Solidaritätszuschlag : Soli mit Bonbon

Die Koalition hat, wenn sie ehrlich ist, eine Steuererhöhung für die „Reichen“ beschlossen. Weder SPD noch CDU und CSU werden das so schnell zurücknehmen.

Abgesagter Dänemark-Besuch : Kein Geschäft für Trump

Trump hat den Kauf von Grönland offenbar ernst gemeint. Die Dänen sollten sich aber nicht grämen, dass der Präsident ihrer Königin nicht seine Aufwartung macht.

Reparationszahlungen : Bodenlos

Polen fordert abermals Reparationszahlungen von Deutschland für das im Zweiten Weltkrieg zugefügte Unrecht - eine rechtliche Grundlage gibt es dafür nicht.

Steinmeier über den Brexit : Rüge für Johnson

Beispiellos dürfte es sein, dass ein Bundespräsident einem britischen Premierminister, wenige Stunden vor dessen Antrittsbesuch bei der Bundeskanzlerin, unlautere Motive unterstellt. Doch der Anlass war nicht schlecht.

Neuanfang : Glück auf, SPD!

Sarkasmus, Häme, Zynismus, Spott – die SPD muss viel ertragen. Und das ist noch nicht das Ende vom Lied.
Wie kleine Prinzen: Beschnittene Jungs gelten fortan als Löwen und sind der ganze Stolz des Vaters

Beschneidung : Blutiger Schnitt

Jahr für Jahr werden in Deutschland jüdische und muslimische Knaben dem Ritual der Beschneidung unterzogen. Es ist eine weithin akzeptierte religiöse Praxis. Dass es auch ein Akt der Gewalt gegen Kinder ist, wird dabei ausgeblendet.

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  • Kommentar : Nicht mit Mixa

    Dass zwei Bischöfe einen dritten auffordern, sich - zunächst für eine Weile - aus seinem Amt zurückzuziehen, war ein Tabubruch. Er hat seine Wirkung nicht verfehlt, Bischof Mixa bietet seinen Rücktritt an. Doch die Bischöfe haben nicht nur in Deutschland noch einen weiten Weg vor sich. Ein Kommentar von Daniel Deckers.
  • Papst Benedikt XVI. lässt nur wenige Vertraute in seine Privatheit eindringen

    Vatikan : Der Papst will keinen, der mit ihm spricht

    Zu allen Vorwürfen schweigt der Papst, so böswillig sie auch sein mögen. Sein Erzrivale sprach stattdessen für ihn. Wer berät, jetzt in der Krise, Benedikt XVI.? Inzwischen fünf Jahre im Amt, hat er sich weitgehend abgeschottet. Die Anatomie eines Hofstaates.
  • Sind Walter Mixas Finanzgebaren auch strafrechtlich relevant?

    Katholische Kirche : Mixas Stich und das Strafrecht

    Säulensockel für den Pfarrgarten und überteuerte Kunstwerke: Mit Kinderbetreuung hatten Mixas Anschaffungen aus dem Budget der Katholischen Waisenhausstiftung nichts zu tun. Das Finanzgebaren des Augsburger Bischofs wirft strafrechtliche Fragen auf.
  • Einige Ungereimtheiten hat der Bischof schon eingestanden

    Bischof Mixa unter Druck : Dubiose Geschäfte und heftige „Watsch'n“

    Ein Sonderermittler wirft dem Bischof von Augsburg finanzielle Unregelmäßigkeiten in erheblichem Umfang vor. Unter Druck gerät Mixa auch wegen der Vorwürfe, in seiner Zeit als katholischer Stadtpfarrer in Schrobenhausen Kinder körperlich gezüchtigt zu haben.
  • Alois Glück: „Grundlagen für neues Vertrauen schaffen”

    Katholische Kirche : Laien fordern „Richtungswechsel“

    Unter dem Eindruck von „Entsetzen, Enttäuschung und Wut“ verlangt der neue Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, einen „Richtungswechsel“ in der Missbrauchsdebatte und damit einhergehend eine „Erneuerung der Kirche“.
  • Richard Williamson: Nnicht vorsätzlich gehandelt?

    Wegen Volksverhetzung : Williamson zu Geldstrafe verurteilt

    Das Regensburger Amtsgericht hat den Holocaust-Leugner Richard Williamson wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Der 70 Jahre alte Bischof der Piusbruderschaft hatte in einem nahe Regensburg aufgezeichneten Fernsehinterview den Massenmord an den Juden bestritten.
  • Gefallene Bundeswehr-Soldaten : Die Standardisierung des Todesfalls

    In Niedersachsen wird heute der drei an Karfreitag in Afghanistan gefallenen Soldaten gedacht. Nicht nur die Gesellschaft tut sich schwer im Umgang mit solchen Nachrichten. Auch die Bundeswehr hat lange gebraucht, bis sie die nötigen Schritte bis zur Trauerfeier katalogisiert hatte.
  • Vatikan : Papst feiert Ostermesse in Rom

    Vor Zehntausenden Gläubigen hat Papst Benedikt XVI. in seiner traditionellen Osterbotschaft auf dem Petersplatz zu Vergebung, Tugend und Aufrichtigkeit aufgerufen. Auf die Missbrauchsskandale der katholischen Kirche, die den höchsten christlichen Feiertag überschatteten, ging er nicht ein.
  • Mit Kreuz zu Wege: Orthodoxe Christen auf der Via Dolorosa

    Jerusalem : Ein Kampf um jeden Zentimeter

    An Ostern strömen Pilger aus aller Welt auf die Via Dolorosa in Jerusalem. Sie wollen hier erleben, was es heißt: das Kreuz auf sich nehmen. Hinter den Mauern entlang den Stationen des Leidensweges Christi leben Palästinenser und Israelis ohne Aussicht auf Versöhnung.