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Moscheen in Deutschland : Übernahme von Kirchen „kein Thema“

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Modell der geplanten Moschee in Köln-Ehrenfeld Bild: dpa

Fast 160 Moscheen werden zurzeit in Deutschland genutzt, 184 weitere sind im Bau oder in der Planung. Der Koordinierungsrat der Muslime bestreitet Berichte, wonach immer mehr deutsche Kirchen in islamische Gotteshäuser umgewandelt werden.

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          In Deutschland sind zurzeit 184 Moscheen im Bau oder in Planung. Bereits genutzt würden 159 Moscheen, teilte am Montag das Islamarchiv in Soest mit. Dabei handele es sich um „klassische Moscheen“, die durch Kuppeln oder Minarette auch von außen erkennbar seien. Dazu kämen etwa 2600 Gebets- und Versammlungshäuser und außerdem Schulmoscheen und islamische Bildungsstätten. Von untergeordneter Bedeutung sei dabei die Übernahme christlicher Gotteshäuser.

          Der Koordinierungsrat der Muslime bestritt am Montag in Köln Berichte, wonach immer mehr deutsche Kirchen in Moscheen umgewandelt werden. „Die großen christlichen Kirchen verkaufen ihre Gotteshäuser grundsätzlich nicht mehr an Muslime“, sagte der Sprecher des Koordinierungsrates, Bekir Alboga. „Das ist aber auch sowieso kein Thema - insgesamt sind vielleicht ein halbes Dutzend Kirchen in Moscheen umgewandelt worden.“ Ayyub Axel Köhler, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, sagte ebenfalls, einen solchen Trend gebe es nicht. „Ich ganz persönlich spreche mich auch grundsätzlich dagegen aus, ich glaube, dass damit religiöse Gefühle verletzt werden können, und darauf sollte man es nicht ankommen lassen“, sagte Köhler in Köln.

          „Relativ wenige Kirchen“ aufgegeben

          Die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn bestätigte, dass grundsätzlich keine katholischen Kirchen an islamische Organisationen abgegeben würden. Im Übrigen würden 99 Prozent der katholischen Kirchen als solche genutzt, und in den nächsten zehn Jahren werde sich das kaum ändern, wie eine Umfrage ergeben habe. Es würden also sowieso praktisch keine Kirchen frei, sagte die Sprecherin Martina Höhns.

          Von der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) gibt es eine Empfehlung, keine Gebäude an islamische Gemeinden zu geben. Allerdings liege die Entscheidungsgewalt letztlich bei den Eigentümern, sagte EKD-Sprecher Christof Vetter in Hannover. Dies seien in der Regel die Gemeinden. Grundsätzlich würden von evangelischer Seite „relativ wenige Kirchen“ aufgegeben, sagte Vetter. Bei bundesweit 25.000 Gebäuden liege die Zahl „im unteren Promille-Bereich“. Er selbst wisse von keiner Kirche, die in eine Moschee umgewandelt worden sei. In Berlin hatte die Neuapostolische Kirche - eine Freikirche - kürzlich zwei ihrer Gotteshäuser an Muslime verkauft. Alboga vom Koordinierungsrat der Muslime sagte, ihm sei dazu nichts bekannt.

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