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Rüstungsexporte : Keine Leopard-Panzer für Saudi-Arabien

  • Aktualisiert am

Ein Kampfpanzer Leopard fährt über einen Übungsplatz Bild: dpa

Die Regierung verhindert laut einem Zeitungsbericht den Verkauf von Kampfpanzern im Wert von 18 Milliarden Euro. Vor allem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel soll gegen den Deal gewesen sein.

          Der Verkauf mehrerer Hundert Kampfpanzer des Typs Leopard 2 nach Saudi-Arabien ist einem Zeitungsbericht zufolge geplatzt. Die“Bild am Sonntag“ meldete, die Bundesregierung werde dem umstrittenen Export nicht zustimmen. Vor allem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) habe sich gegen die Panzerlieferung an das autokratische Königshaus ausgesprochen.

          Die Anfrage nach Genehmigung der Lieferung von Kampfpanzern der Hersteller Kraus-Maffei Wegmann und Rheinmetall hatte Saudi-Arabien Medienberichtenzufolge bereits vor mehreren Jahren gestellt. Eine offizielle Exportanfrage dafür sei jedoch bisher nicht beim Bundessicherheitsrat eingegangen, berichtete „Bild am Sonntag“. Das geheim tagende Gremium, dem Kanzlerin Merkel und acht Minister angehören, entscheidet über Rüstungsexporte.

          Bei dem Geschäft gehe es um bis zu 800 Leopard-Panzer, für deren Ankauf im saudischen Staatshaushalt knapp 18 Milliarden Euro bereit stünden, berichtet das Blatt.

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