https://www.faz.net/-gpf-9okkn

Unglück in Mecklenburg : Keine Hinweise auf technischen Defekt nach Eurofighter-Absturz

  • Aktualisiert am

Gero von Fritschen, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff“, steht auf dem Fliegerhorst vor einem Eurofighter. Bild: dpa

Der Befehlshaber des Luftwaffen-Geschwaders äußert sich zum Absturz der Jets in Mecklenburg. Ein Gespräch mit dem überlebenden Piloten brachte Erkenntnisse.

          Nach dem Absturz von zwei Eurofightern an der Mecklenburgischen Seenplatte hat das zuständige Luftwaffen-Geschwader nach eigenen Angaben keine Hinweise auf einen Fehler an den Kampfflugzeugen.

          „Bedingt dadurch, dass wir den Flugbetrieb heute wieder aufnehmen und auch die Eurofighter-Flotte insgesamt nicht den Flugbetrieb eingestellt hat, ist ersichtlich, dass wir nicht von einem technischen Defekt an einer der Maschinen ausgehen“, sagte Gero von Fritschen, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73, am Montag. Das Geschwader ist in Laage bei Rostock stationiert.

          Für die Unfalluntersuchung sei der General Flugsicherheit zuständig, sagte von Fritschen. Vor der Wiederaufnahme des Flugbetriebs habe es eigene Analysen und ein Treffen im Kreis der fliegenden Besatzung gegeben, bei dem auch der überlebende abgestürzte Pilot und der Pilot einer dritten Maschine intern berichtet hätten.

          „Wir haben anhand der Erinnerung, der Gedächtnisprotokolle versucht nachzuvollziehen, was da draußen passiert ist“, sagte der Kommodore. Der Unfall dürfe nicht zwischen den Besatzungen und der Wiederaufnahme des Flugbetriebs stehen. „Heute Morgen sind wir mit vier Maschinen rausgegangen, heute Nachmittag werden noch mal zwei Maschinen rausgehen“, sagte er. Einschränkungen bei den geübten Taktiken gebe es nicht.

          Bei einer Luftkampfübung von drei Eurofightern waren am 24. Juni zwei der Jets in größerer Höhe kollidiert und bei Nossentiner Hütte abgestürzt. Ein Pilot starb. Danach hatte das Geschwader die Flüge zunächst ausgesetzt.

          Weitere Themen

          In zwei Fliegern nach Amerika Video-Seite öffnen

          Kritik an Bundesregierung : In zwei Fliegern nach Amerika

          Bundskanzlerin Angela Merkel und Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer fliegen fast zeitgleich an die Ostküste der Vereinigten Staaten. Sie nutzen dabei jedoch zwei getrennte Flugzeuge.

          Topmeldungen

          TV-Kritik: Anne Will : Welche Zukunft hätten Sie gern?

          Wer Klimaschutzpolitik als Kampf zwischen den Generationen etikettieren will, ist schief gewickelt. Die Zahl besorgter Eltern und Großeltern, die vergangenen Freitag an der Seite von Kindern und Enkeln auf die Straße gingen, war beachtlich. Der ganzen Debatte fehlt es an Optimismus.
           Ein Flugzeug von Thomas Cook steht auf dem Rollfeld des Flughafens von Manchester.

          Reisekonzern : Thomas Cook ist pleite

          In der Nacht wurde das Aus besiegelt: Der älteste Reisekonzern der Welt steht vor der Zwangsliquidation. Das betrifft auch Zehntausende deutsche Urlauber. Condor-Ferienflieger sollen weiter im Einsatz bleiben.

          Länger leben : Kerle, macht’s wie die Frauen

          Von der Gleichstellung der Geschlechter profitieren auch Männer – sie sind gesünder und leben länger. Die regionalen Unterschiede, die in einer Studie sichtbar werden, überraschen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.