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Katholische Kirche : Stephan Burger wird neuer Erzbischof von Freiburg

  • Aktualisiert am

Domkapitular Stephan Burger, künftiger Erzbischof von Freiburg: Applaus vor dem Münster Bild: dpa

Papst Franziskus hat Stephan Burger zum neuen Erzbischof von Freiburg ernannt. Dies teilten der Vatikan und das Erzbistum am Mittag mit. Der 52 Jahre alte Burger gilt als „beharrend, aber offen“ und folgt auf Robert Zollitsch.

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          Mit dieser Ernennung hat Papst Franziskus am Freitag in Rom nur acht Monate nach dem altersbedingten Rücktritt von Robert Zollitsch die Spitze des etwa zwei Millionen Katholiken zählenden Bistums im Südwesten Deutschlands neu besetzt. Der 52 Jahre alte Domkapitular hatte seit 2007 das Kirchengericht der Erzdiözese geleitet. Burger werde sich auf die Seelsorge konzentrieren, sagte ein Sprecher des Erzbistums. Er verstehe sich als Ansprechpartner für die Menschen, damit sie sich auch in schwieriger Lage auf die Kirche verlassen könnten.

          Dem Vernehmen nach fanden die Domkapitulare bei ihrer Auswahl aus der vom Papst vorgegebenen Dreierliste keinen der Namen mehr vor, die sie selbst zunächst vorgeschlagen hatten. Mithin setzte sich der Papst offenbar über die Wünsche aus Freiburg hinweg.

          Burger gilt als „beharrend aber offen“. Burger ist in Freiburg geboren und im badischen Löffingen aufgewachsen. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Freiburg und München wurde er 1990 zum Priester geweiht.

          Nach Jahren als Vikar in Tauberbischofsheim und Pforzheim wurde er 1995 Pfarrer in St. Leon-Rot und legte ein Aufbaustudium zum Kirchenrechtler ab.

          Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, wünschte Burger eine „glückliche Hand“. Die Bischofsweihe und Amtseinführung von Burger soll am 29. Juni im Freiburger Münster stattfinden.

          Stephan Burger hat gut lachen: Der 52 Jahre alte Kirchenrechtler ist neuer Erzbischof von Freiburg
          Stephan Burger hat gut lachen: Der 52 Jahre alte Kirchenrechtler ist neuer Erzbischof von Freiburg : Bild: dpa

          Burger stellte sich am Mittag unter großem Applaus im Freiburger Münster vor. „Ich danke für das Vertrauen, freue mich auf die nun anstehenden vielen Begegnungen und bitte um Ihr Gebet für dieses verantwortungsvolle Amt“, sagte Burger. „Im Grundvertrauen, dass Gott mich trägt, kann ich das Amt als Erzbischof antreten.“ Papst Franziskus rufe dazu auf, den Menschen nahe zu sein und sich ihren Nöten zuzuwenden. „Dieses Anliegen ist auch als Bischof Ansporn für mich“, so der neue Erzbischof.

          Begonnen hatte das komplizierte Wahlverfahren des Freiburger Erzbischofs im vergangenen September, als Papst Franziskus Zollitsch nach dessen 75. Geburtstag emeritierte und ihn bis zum Finden eines neuen Erzbischofs zu seinem eigenen Administrator ernannte. Parallel dazu begann das Auswahlverfahren entsprechend dem Badischen Konkordat. In der vergangenen Woche wurde Burger dann in geheimer Abstimmung vom Freiburger Domkapitel gewählt, nachdem Rom eine Liste mit den drei Kandidaten in den Breisgau geschickt hatte.

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