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Kaschmir-Krise : Reden ist Frieden, Schweigen ist Krieg?

  • Aktualisiert am

Vergangenes Jahr in Indien: Musharraf (links) und Vajpayee Bild: dpa

Die Eröffnung des Südasiengipfels verzögert sich um einen Tag. Noch immer ist unklar, ob es zu indisch-pakistanischen Gesprächen kommen wird.

          Der Beginn des Südasiengipfels in Nepal musste auf Smastag verschoben werden. Am Freitag hat Pakistan mehr als 130 mutmaßliche islamische Extremisten festgenommen.

          Unter den Festgenommenen seien auch Anführer der Moslemgruppen Lashkar-e-Tayyaba und Jaish-e-Mohammed. Diplomaten bewerteten die Festnahmen als Geste Islamabads, die die Spannungen zu Indien verringern soll. Indien macht die Gruppen für den Überfall auf das Parlament in Neu-Delhi verantwortlich, bei dem Mitte Dezember 14 Menschen getötet worden waren.

          Verzögerung durch Nebel

          Grund für den verzögerten Beginn des Südasien-Gipfels war die verspätete Anreise des pakistanischen Militärmachthabers Pervez Musharraf. Dieser traf am Freitag vier Stunden später als geplant in Kathmandu ein, weil dichter Nebel seine Abreise aus China verzögerte.
          Musharraf und der indische Ministerpräsident Atal Bihari Vajpayee sollten noch am Freitag bei einem Abendessen aufeinander treffen, das der nepalesische König Gyanendra für die Gipfelteilnehmer geben wollte. Musharraf erklärte, er sei nicht sicher, ob es zu einem direkten Treffen mit Vajpayee kommen werde. „Beide sollten zu Gesprächen bereit sein“, sagte er. „Wenn beide Seiten zu Gesprächen bereit sind, wird es Gespräche geben.“ Vajpayee meinte dagegen, er sei nicht an einem Treffen mit Musharraf interessiert.

          Gespräche: ja oder nein?

          Beide Seiten hatten zuletzt Gesprächsbereitschaft signalisiert. Der indische Außenminister Jaswant Singh sagte am Donnerstag, das pakistanische Vorgehen gegen moslemische Gruppen sei ein „willkommener Schritt nach vorn“.
          Allerdings erklärte Außenamtssprecherin Nirupama Rao am Freitag in Kathmandu, Indien sehe kein „geeignetes Klima“ für ein Treffen. Die „Tür für einen Dialog“ sei aber noch nicht versperrt. Auch ein Treffen der beiden Außenminister sei zwar nicht geplant, aber auch nicht auszuschließen.

          Politiker aus aller Welt hoffen, dass ein Treffen zwischen Vajpayee und Musharraf zu einer friedlichen Lösung in der Auseinandersetzung zwischen den beiden Atommächten beitragen würde.
          In Nepal tagen bereits die Außenminister des Südasiatischen Verbands für regionale Zusammenarbeit SAARC. Ihm gehören Indien, Pakistan, Nepal, Bhutan, Bangladesch, Sri Lanka und die Malediven an.

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