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Kaschmir-Konflikt : Indien lehnt Dialog weiter ab

  • Aktualisiert am

Pakistans Außenminister Sattar begrüßt Blair Bild: dpa

Die Vermittlungsmission des britischen Premiers Blair brachte bisher keine Erfolge. Indien lehnt Gespräche mit Pakistan weiter ab.

          Indien lehnt trotz der Friedensbemühungen des britischen Premierministers Tony Blair einen Dialog mit Pakistan vorerst ab. „Die Haltung Pakistans in Bezug auf den Terrorismus hat sich nicht geändert“, sagte der indische Außenminister Jaswant Singh am Montag nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in Neu Delhi. Erst wenn Pakistan seine Haltung ändere, kämen Gespräche in Frage.

          Zugleich zeigte sich Singh zufrieden mit dem Besuch Blairs. Großbritannien wolle Indien bei einer Kandidatur für einen ständigen Sitz in einem erweiterten Sicherheitsrat der Vereinten Nationen helfen. "Ich bin voll und ganz zufrieden über die Klarheit, mit der Premierminister Blair seine Ansichten zum Terrorismus geäußert hat", sagte Singh. Blair hatte gesagt, für ihn sei der Terroranschlag auf das indische Parlament im Dezember ebenso schlimm, als hätte es das britische Parlament getroffen.

          Blair zu Gesprächen in Islamabad

          Blair traf am Montag in Pakistan ein. Bei einem Treffen mit Präsident Pervez Musharraf will er die pakistanische Regierung auffordern, alle Formen des Terrorismus zu verurteilen. In einer Rede auf dem Südasien-Gipfel in Nepal hatte Musharraf am Wochenende erklärt, es müsse unterschieden werden zwischen "legitimem Widerstand und Freiheitskampf auf der einen Seite und Akten des Terrorismus auf der anderen".

          Indien wirft Pakistan vor, extremistische Moslemgruppen zu unterstützen, die einen Untergrundkrieg im indischen Teil Kaschmirs führen und für den Terroranschlag auf das indische Parlament am 13. Dezember verantwortlich sein sollen.

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