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Karadžić-Urteil : Serbische Regierung beruft Sondersitzung ein

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Nach der Verurteilung des früheren bosnischen Serbenführers Radovan Karadžić zu 40 Jahren Haft kommt die Regierung Serbiens am Freitag zu einer Sondersitzung zusammen. Auf der Agenda steht nur ein Thema.

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          Nach der Verurteilung des früheren bosnischen Serbenführers Radovan Karadžić zu 40 Jahren Haft kommt die Regierung Serbiens am Freitag zu einer Sondersitzung zusammen. Einziges Thema sei das Urteil des UN-Kriegsverbrechertribunals, berichtete der TV-Sender B92 am Donnerstag in Belgrad. Zuvor werde Regierungschef Aleksandar Vucic mit dem Patriarchen der Serbisch-Orthodoxen Kirche, Irinej, zusammenkommen.

          Karadzic war vom UN-Tribunal in Den Haag für Kriegsverbrechen während des Bürgerkrieges in Bosnien-Herzegowina (1992-1995) verurteilt worden. Der heute 70-Jährige war erster Präsident der bosnischen Serben und Oberbefehlshaber ihrer Armee.

          Die frühere Partei von Karadžić SDS kritisierte das Urteil in einer ersten Reaktion. Er hoffe, dass im Berufungsprozess „das Unrecht korrigiert wird“, sagte ihr Vorsitzender Mladen Bosic in Sarajevo. „Karadžić wird in die Geschichte eingehen als einer der größten Verbrecher“, erwartete dagegen der sozialdemokratische Parteichef Nermin Niksic.

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