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Kampfbomber über der Nordsee : Putin zeigt wieder seine Macht

  • Aktualisiert am

Eine russische MIG (rechts im Bild) aus der Sicht eines F16-Piloten der norwegischen Luftwaffe über Nordnorwegen (Archivbild vom 2. Dezember 2014) Bild: AFP PHOTO/HO/NORWEGIAN MILITARY DEFENCE

Dutzende russische Kampfflugzeuge sind über Nord- und Ostsee gesichtet worden. Das Pentagon spricht von einem ungewöhnlichen „größeren Vorstoß“ der Russen.

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          Russische Militärflugzeuge sind nach Angaben des
          amerikanischen Verteidigungsministeriums in den vergangenen Tagen öfter über der Nord- und Ostsee gesichtet worden als üblich. Das berichtete der Fernsehsender CNN am Montagabend (Ortszeit) unter Berufung auf Pentagonsprecher Steven Warren. Warren sprach von einem „größeren Vorstoß“, den er als Machtdemonstration des russischen Präsidenten Wladimir Putin bezeichnete. Die russischen Flugzeuge seien jedoch im internationalen Luftraum unterwegs gewesen. Warren sagte, die Nato werte die Vorfälle derzeit aus.

          Russische Schiffe im Ärmelkanal

          Am Samstag und Sonntag seien jeweils ein Dutzend Maschinen unterwegs gewesen, unter ihnen Kampfbomber und Tankflugzeuge. Dass dies zwei Tage hintereinander geschehen sei, bezeichnete Warren als ungewöhnlich. Nato-Flugzeuge und Militärjets aus Schweden und Finnland hätten die Situation beobachtet. Eine Bestätigung der Behörden in Moskau lag zunächst nicht vor.

          Russland hat in den vergangenen Wochen verstärkt Militärpräsenz im internationalen Luftraum und in internationalen Gewässern gezeigt. Ende November waren Schiffe der Kriegsmarine in neutralen Gewässern des Ärmelkanals gesichtet worden. Die Manöver gelten als Antwort Russlands auf ähnliche Übungen von Nato-Staaten im Osten Europas.

          Auch in der krisengeschüttelten Ukraine hatten Nato-Staaten Übungen abgehalten. Russland will angesichts des zunehmenden Konflikts mit dem Westen offenbar militärische Stärke zeigen.

          Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben die Kämpfe im Osten des Landes ausgesetzt und sich bereiterklärt, einen „Tag der Ruhe“ einzuhalten. Sollten die Soldaten aber angegriffen werden, würden sie das Feuer erwidern, sagte ein Militärsprecher am Dienstag.

          Unterdessen wurde bekannt, dass die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) mehrere „Beinahe-Zusammenstöße“ zwischen zivilen Flugzeugen und Militärmaschinen beschäftigen. Die EU-Behörde mit Sitz in Köln habe von der EU-Kommission einen Auftrag zur Prüfung erhalten, teilte die EASA mit. An mindestens einem der Vorfälle sei ein russisches Flugzeug beteiligt gewesen, sagte ein Sprecher am Dienstag der Deutschen
          Presse-Agentur.

          Die britische Luftwaffe fängt einen russischen Langstreckenbomber ab (Archivbild vom Oktober 2014)

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